Kirchen-Sex-Affäre: Schönborn-Sprecher sieht größten Handlungsbedarf
- Leitenberger: Rom verfolgt die Vorgänge sehr aufmerksam - demnächst wird etwas passieren
·Pressestimmen zur Kirchen-Sex-Affäre
Skandal ist Top-Thema in internationalen Medien
·'Vatikan beobachtet sehr aufmerksam'
Schönborn-Sprecher: Demnächst passiert etwas
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'Vorfälle aufarbeiten'
11.000 Fotos ausgewertet, auch Kinderpornos auf PC
·Dieser Brief macht Sex-Affäre publik
Das Schreiben im Wortlaut zum Nachlesen
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·Kirchen-Sex-Affäre im Priesterseminar
Staatsanwalt rätselt über Herkunft der Fotos
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Bei Priestern & Bischöfen Amtsenthebung möglich
Der Druck auf St. Pöltens Diözesanbischof Kurt Krenn wird größer. Immer mehr Bischöfe haben am Dienstag Kritik an der Sex-Affäre im St. Pöltner Priesterseminar geübt und Konsequenzen verlangt. Der Sprecher des Vorsitzenden der Bischofskonferenz Kardinal Christoph Schönborn, Erich Leitenberger, erklärte, es bestehe "größter Handlungsbedarf".
Auf die Frage, ob Krenn zurücktreten werde, sagte Leitenberger: "Das müssen Sie ihn selber fragen. Ich kann Ihnen versichern, dass Rom die Vorgänge um das Priesterseminar in St. Pölten sehr aufmerksam verfolgt. Man rechnet damit, dass demnächst etwas passieren wird".
Leitenberger betonte im "Münchner Merkur", dass das "Priestetrseminar für uns Herzmitte der Kirche ist. Auch legt der Vatikan besonderen Wert auf die Priesterausbildung in Österreich - sie hat einen sehr guten Ruf". Der Fall sei jedenfalls kein Anlass, das Zölibat zu überdenken. "Nein, das fällt nicht in unseren Zuständigkeitsbereich. Wir denken viel eher darüber nach, wie man einen Porno-Skandal in unserer Mitte künftig vermeidet. Das Priesterseminar in St. Pölten ist seit zwei Jahren einen Sonderweg gegangen und hat bei der Auswahl der angehenden Priester nicht auf deren psychischen Hintergrund geachtet. In allen anderen Bundesländern werden junge Männer, die psychische Probleme haben, nicht aufgenommen", so Leitenberger. (apa/red)
