Kurt Krenn vor 13 Jahren zum St. Pöltner Diözesanbischof ernannt
- Bestellung stieß auf teils heftige Ablehnung
- Papst-Besuch 1998 ein Höhepunkt
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Genau 13 Jahre war es her, dass Kurt Krenn (Wahlspruch: Christi misericordia pax nostra / Die Barmherzigkeit Christi ist unser Friede) zum Diözesanbischof von St. Pölten und damit zum Nachfolger von Franz Zak ernannt wurde. Der Bestellung am 11. Juli 1991 folgte am 15. September des selben Jahres die Amtsübernahme. Krenns Ernennung stieß in der Diözese auf teils heftige Ablehnung.
Der inzwischen 68-jährige Oberhirte ist eine markante Persönlichkeit, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es gilt, "die Sache Gottes und der Kirche" zu verteidigen. Zum Verständnis seines Bischofsamtes zählt vor allem die Treue zum Papst. Der Besuch des Heiligen Vaters in St. Pölten im Juni 1998 ist daher auch ein Höhepunkt in der Amtszeit Krenns.
Streitbar zu sein gehöre für ihn zum "Wesen eines vernünftigen Menschen", sagte der Bischof im Juni 2001 anlässlich seines damals 65. Geburtstages im APA-Gespräch. Auch die Politik ist ihm ein großes Anliegen. Krenn sorgte mit seinen Äußerungen wiederholt für Diskussionsstoff.
Die Bestellung Krenns zum Diözesanbischof hatte 1991 teils heftige Ablehnung hervorgerufen, die Amtseinführung selbst war ruhig verlaufen. Am Tag zuvor hatten jedoch Tausende Gläubige mit einem Schweigemarsch in der City der niederösterreichischen Landeshauptstadt ihren Protest bekundet. In die Amtszeit Krenns fallen u.a. die lang anhaltende Kontroverse mit dem Paudorfer Pfarrer Udo Fischer, die in einer apostolischen Visitation im Stift Göttweig gipfelnde "Causa Groer" (Vorwürfe homosexueller Aktivitäten) und nun die so genannte Porno-Affäre im St. Pöltner Priesterseminar.
Zu den Krenn-Kritikern zählte stets auch das Forum XXIII "zur Orientierung in Kirche und Gesellschaft". So hatte es etwa in einer Stellungnahme zur zehnjährigen Amtszeit des Diözesanbischofs 2001 geheißen, Krenn habe "nachweislich über 90 Konflikte und Kontroversen vom Zaun gebrochen". Die Laienorganisation warf dem "militanten Verfechter der antikonziliaren Restauration" autoritären Führungsstil vor. Viele engagierte Katholiken in der Diözese hätten in den vergangenen Jahren ihre Mitarbeit eingestellt. (apa)
