Freitag, 16. Juli 2004

Fischsterben im Wienfluss: Vermutlich Kanal-Abwasser als Verursacher

  • Kadaver bei der Mündung in den Donaukanal entdeckt
  • Feuerwehr rückte aus und holte Fische aus Wasser

Im Wienfluss ist es am Freitag zu einem Fischsterben gekommen. Die toten Tiere wurden im Bereich der Urania - an der Mündung des Flusses in den Donaukanal - entdeckt. Sie wurden von der Feuerwehr geborgen. Die Ursache für das Fischsterben dürfte laut Magistratsabteilung 45 (Wasserbau) eine überhöhte Abwasser-Belastung gewesen sein, wie es auf Anfrage der APA hieß.

Rund 100 tote Fische wurden von der Feuerwehr mittels Kübeln und Leichenbergehandschuhen herausgeholt und in PVC-Säcken gesammelt. Zwar werden die Tiere noch veterinärmedizinisch unter die Lupe genommen, erste Laborergebnisse der Wasseruntersuchung liegen aber bereits vor. Demnach wurden erhöhte Nitratwerte festgestellt.

Laut MA 45 deutet dies darauf hin, dass Abwasser aus dem Kanal in den Wienfluss gelangt ist - was bei starken Regenfällen immer wieder vorkommt. Derzeit laufende Ausbauarbeiten am Wiener Kanalsystem sollen derartige Vorfälle in Zukunft verhindern. (apa)

16.7.2004 15:57