Donnerstag, 15. Juli 2004

Rätselraten in Stein: Häftling wurde tot in seiner Zelle aufgefunden!

  • Mann hatte 15-jährige Freiheitsstrafe zu verbüßen
  • Erste Untersuchung ergab: Kein Fremdverschulden

In der Justizanstalt Krems-Stein ist am Donnerstag ein Häftling tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Ein anderer Gefangener hatte die Leiche des Mannes, der eine 15-jährige Freiheitsstrafe zu verbüßte, in den Morgenstunden entdeckt. Laut NÖ Sicherheitsdirektion ergab eine erste Untersuchung, dass der Tod nicht durch Fremdverschulden eingetreten sein dürfte. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Am Nachmittag herrschte in der Justizanstalt weiter Rätselraten über die Ursache: Mit den Worten "Der wird nicht munter" hatte ein 38-jährige Strafgefangener den Vorfall gemeldet. Die Gerichtsmediziner waren vorerst noch nicht in Krems-Stein eingetroffen.

"Ein Mithäftling hat den Mann um 6.50 Uhr leblos in seiner Zelle vorgefunden, als er aufgewacht ist", erklärte der für Strafvollzug zuständige Sektionschef Michael Neider gegenüber der APA. Die Anstaltsleitung habe unverzüglich einen Notarzt gerufen, der nur mehr den Tod des 38-Jährigen feststellen konnte.

"Es gibt keinen Hinweis auf Fremdverschulden, keine sichtbaren äußeren Verletzungsspuren", betonte Neider. Der Mann habe zu Lebzeiten keine Erkrankung bekannt gegeben und auch nicht über allfällige Beschwerden geklagt. Die genaue Todesursache soll jetzt die Obduktion ans Tageslicht bringen. "Mit dem Ergebnis ist in ein paar Wochen zu rechnen", kündigte Neider an. (apa)

15.7.2004 16:22