Dienstag, 13. Juli 2004

Mehr Exekutive gegen mehr Kriminalität: Noch heuer 570 Neuaufnahmen!

  • Mehr Ost-Kriminalität: Zahl der Täter aus Moldawien, der Ukraine und Georgien gestiegen

Die Kriminalitätsrate in Österreich ist im ersten Halbjahr 2004 um nicht weniger als 8,7 Prozent angestiegen. Das Innenministerium reagiert auf diese Entwicklung mit einer Verstärkung für die Exekutive. "Noch in diesem Jahr wird es 570 Neuaufnahmen geben", sagte Innenministeriums-Sprecher Johannes Rauch am Montag der APA. 622 Exekutivbeamte befinden sich derzeit in Ausbildung, 208 Beamte werden heuer noch ausgemustert.

Die für das erste Halbjahr festgestellte Zunahme angezeigter Straftaten um nicht weniger als 8,7 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2003 wird vom Innenministerium vor allem auf "importierte Ost-Kriminalität" zurückgeführt.

Laut Rauch ist die Zahl der Täter aus Moldawien, der Ukraine und aus Georgien massiv gestiegen: So wurden im ersten Halbjahr 795 verdächtige Moldawier ermittelt, um fast 150 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Bei Ukrainern stieg die Zahl um knapp 60 Prozent auf 471, bei Georgiern verdoppelte sie sich auf mehr als 1.600.

Rückgänge gab es hingegen bei Rumänen (minus 5,8 Prozent), Polen (minus 7,1 Prozent) und Tschechen (minus 12,3 Prozent). Innenminister Ernst Strasser (V) will zur Bekämpfung der Kriminalität nun die Kooperation mit den Behörden von Moldawien, Georgien und der Ukraine suchen. (apa)

13.7.2004 10:06