Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Neue Kfz-Versicherungen wesentlich teurer
- Prämien um bis zu 24 Prozent verteuert
- Billiger geworden ist keine einzige Versicherung
Neue Kfz-Haftpflichtversicherungen sind im ersten Halbjahr deutlich teurer geworden. Wie aus einer ARBÖ-Erhebung hervorgeht, haben die Versicherungen die Prämien für Kfz-Haftpflichtverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um bis zu 24 Prozent angehoben. Im Durchschnitt betrug die Verteuerung demnach rund 4 Prozent.
Billiger geworden ist keine einzige Versicherung. Der ARBÖ rät den Kunden, die Preise genau zu vergleichen. Der Preisabstand zwischen der günstigsten und teuersten Haftpflichtversicherung hat sich von 362 auf 443 Euro erhöht.
Die Untersuchung des Autofahrerclubs bezieht sich auf Neuabschlüsse. Durch eine vergangene Woche beschlossene Gesetzesänderung werden in Zukunft aber auch bestehende Prämien automatisch im Ausmaß der Inflation angehoben werden können. Bisher hatten Versicherungen Erhöhungen innerhalb bestehender Verträge gegenüber dem Versicherten begründen müssen.
Neu ist auch, dass die Mindestversicherungssumme ab Oktober 3 Mio. Euro statt bisher 1,09 Mio. Euro betragen wird. Rund ein Viertel der Haftpflichtversicherten, schätzt der ARBÖ, werden deshalb Neuverträge abschließen müssen. Die Prämien für diese Kunden dürften sich durch die Umstellung im Herbst um zusätzlich zwei bis drei Prozent erhöhen. (apa)
