Montag, 12. Juli 2004

Erste Amtswoche: Bundespräsident Fischer auf 1. Auslandsbesuch in Ungarn

  • PLUS: Bilder der ersten Amtswoche des neuen BP
  • Fischer in Begleitung von Gattin und Ferrero-Waldner

Auslandspremiere für Heinz Fischer in seiner neuen Funktion als Bundespräsident: Zu seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch ist das österreichische Staatsoberhaupt am Dienstag nach Budapest gereist. Auf dem Programm standen Gespräche mit Staatspräsident Madl und Ministerpräsident Medgyessy. Begleitet wurde Fischer von seiner Frau Margit und von Außenministerin Ferrero-Waldner.

Nach dem Empfang mit militärischen Ehren trafen sich Fischer und Madl zu einem einstündigen Meinungsaustausch. Anschließend strichen beide hervor, dass die erste Auslandsvisite des neuen österreichischen Staatschefs dem Nachbarn Ungarn gilt. "Die Bedeutung ist mehr als symbolisch", sagte Madl danach. "Das ist für uns eine besondere Ehre." Fischer betonte, bis 1918 waren Österreich und Ungarn "noch auf dem gleichen Weg", dann hätten sich die Wege getrennt. "Jetzt haben wir wieder eine Chance, uns auf der gemeinsamen europäischen Straße fortzubewegen."

Mit seiner Entscheidung, den ersten Besuch seiner Amtszeit einem östlichen Nachbarland abzustatten, will Fischer ein Zeichen setzen, dass ihm die neuen EU-Partner ein besonderes Anliegen sind. Zuvor hatten österreichische Bundespräsidenten traditionell beim westlichen Nachbarn Schweiz ihren ersten Auslandsbesuch absolviert.

Medgyessy betonte nach dem Gespräch mit Fischer "das gemeinsame Interesse", "dass die EU-Erweiterung weiter geht". Ungarn halte es für sehr wichtig, dass Kroatien bei den EU-Beitrittsverhandlungen aufschließen könne. "Ebenso wichtig ist, dass die Initiativen in Richtung Ukraine weiter fortgesetzt werden", so der ungarischer Premier.

(apa)

12.7.2004 07:22