Trojaner spioniert beim Online-Banking: WebMoney installiert sich unbemerkt
- Schädling schreibt Verfüger- und PIN-Nummern mit
- Daten werden gestohlen, bevor sie verschlüsselt sind
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Neue Version der Free-ware mit tollen Features
Der neue Trojaner "WebMoney" spioniert Online-Banking-Informationen aus. Wie der kalifornische Security-Spezialist Finjan Software berichtet, installiert sich der Schädling unbemerkt bei der Nutzung des Internet Explorers und kann via Keylogging Verfüger- und PIN-Nummern ermitteln.
Durch ein Pop-up-Fenster der Website www4.yesadvertising.com wird der Nutzer automatisch auf eine gefährliche Website geleitet. Diese Seite nutzt eine bekannte Schwachstelle des Internet Explorer aus, indem eine .chm-Datei geladen wird. Die .chm-Datei ändert ihren Namen und installiert eine BHO-Datei (Browser Helper Object).
Daten werden geklaut, bevor sie verschlüsselt werden
Ein BHO kann quasi uneingeschränkt Operationen ausführen. Ruft ein User nun eine vordefinierte Liste von Banking-Websites auf und bedient sich dabei einer HTTPS-Verbindung, kann das BHO die Tastenkombinationen mitverfolgen und den User ausspionieren. Das Keylogging wird durchgeführt, bevor die Daten SSL-kodiert wurden, also während sie noch ungeschützt sind. Die gestohlenen Informationen werden anschließend mittels Perl-Skripts weiterverarbeitet und unbemerkt versendet.
WebMoney kann Anti-Viren-Programme umgehen
Laut Finjan kann WebMoney eine signaturbasierte Anti-Virus-Lösung über die Nutzung von UPX umgehen. Finjan empfiehlt deshalb den Einsatz eines IT-Sicherheitskonzeptes, dass das Verhalten schädlicher Codes analysiert, bevor er zur Ausführung kommt. (pte/red)
Info-Link:
Finjan-Site
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