Bundesliga-Start: Wer wird neuer Meister? Wer muss absteigen?

Vierkampf um den Titel: GAK oder Austria, Pasching oder Rapid: Die großen vier der Liga versprechen noch mehr dramatische Spiele und Erfolge im Europacup.
Die Tipps der Kapitäne: So geht die Meisterschaft 2004/05 aus. So endet der Abstiegskampf.
Der Aufsteiger freut sich auf den Meister. Tirol-Manager Christian Ablinger: Unser Wunschgegner bei der Rückkehr in die höchste Spielklasse war eigentlich Rapid. Aber wir werden auch dem GAK am kommenden Dienstag im hoffentlich vollen Tivoli-Stadion einen heißen Empfang bereiten. Kein Wunder, dass die neuen Herren über die TV-Rechte, Premiere und ATVplus, das Match zwischen Aufsteiger FC Wacker Tirol und Double-Gewinner GAK zum Spitzenspiel der 1. Runde der Meisterschaft 2004/05 erklärt haben und live übertragen (Dienstag, 13. Juli, 19.30 Uhr).
Aber nicht nur den GAK erwartet bei den Tirolern, die nach Pleite und Zwangsabstieg in die Regionalliga innerhalb kürzester Zeit das Comeback in die höchste österreichische Spielklasse geschafft haben, schon in der ersten Runde ein heißer Tanz. Weil die Klubs diesmal zuallererst aufs Budget schauten und auf spektakuläre Transfers weitgehend verzichtet haben, dürfte das Rennen um Punkte und Tabellenplätze noch enger werden als in der abgelaufenen Meisterschaft.
Kontinuität in Violett. Liga-Krösus Austria Wien zum Beispiel hat sein Budget auf knapp 20 Millionen Euro eingefroren und geht im Unterschied zu den letzten Jahren mit einem praktisch unveränderten Kader in die neue Saison. Kontinuität heißt das neue Zauberwort bei den Violetten. Sportmanager und Trainer Günter Kronsteiner hat mit Libor Sionko vom Rivalen GAK nur einen spektakulären Fisch an Land gezogen, tritt auch bei den Spielergagen vermehrt auf die Bremse: Unser Kader ist ausgeglichen und stark genug. Wenn heute einer zur Austria kommt, dann sicher nicht mehr wegen des Geldes. Wir setzen auf Spieler mit Herz, die für den Verein alles geben. Als wieder einmal diverse Spielermanager mit vermeintlichen und tatsächlichen internationalen Stars wie zum Beispiel dem tschechischen EM-Stürmer Marek Heinz in Favoriten vor der Tür standen, zeigte ihnen Kronsteiner daher bewusst die kalte Schulter.
Klubs auf Sparkurs. Trotz der fast doppelt so hohen Einnahmen aus dem TV-Rechte-Deal mit Premiere und ATVplus sind auch die anderen Klubs froh, dass sie zumindest die Budgets des Vorjahres (zwischen fünf und zehn Millionen Euro) halten beziehungsweise drangehen können, Schulden abzubauen. Dazu kommt die Unsicherheit, ob die vorhandenen Sponsoren angesichts der neuen Fernsehsituation bei der Stange bleiben. Neue Werbepartner sind wahrscheinlich erst dann zu erwarten, wenn sich die 1.400 Fußballminuten pro Runde im Privatfernsehen auch in entsprechenden Quoten niederschlagen.
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PLUS: Die Klubkapitäne tippen die Meisterschaft 2004/05
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