Mittwoch, 7. Juli 2004

(T)Raumschiff Surprise: Bully hebt ab

Michael „Bully“ Herbig gewährt den ersten Blick auf die unglaublichem Abenteuer seiner kosmisch-komischen Weltraumcrew.

Der Prosecco ist eingekühlt, die Besatzung des intergalaktischen Alptraums startet den Warp-Antrieb und greift zu dem, was der deutsche Nachbar Käsesahnetorte nennt. Was nach Wahnsinn klingt, hat doch Methode: Herbig und Kollegen starten als Mr. Spuck, Käpt’n Kork und Schrotti in ein Abenteuer, wie es der Weltraum in Jahrmillionen noch nicht erdulden musste. In den unendlichen Weiten der Megaplexxe landet am 22. Juli das „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“. Für den Produzenten, Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur Michael „Bully“ Herbig eine wahrlich galaktische Herausforderung.

Der große Hit. Mit dem Kinofilm „Der Schuh des Manitu“ schrieb der TV-Comedian („bullyparade“) vor zwei Jahren Kinogeschichte. Die mit 4,5 Millionen Euro niedrig budgetierte Karl-May-Parodie geriet zum kassenmagnetischen Ereignis. Selbst Hollywood-Kracher müssen sich seither in der österreichischen Besucherrekordstatistik an den sagenhaften 2,1 Millionen Zuschauern messen. Der bayrische Radikalhumorist setzte damit selbst die bis dahin führende „Titanic“ (1,4 Millionen Besucher) auf Grund. Herbig: „Die Geschmackssicherheit der Österreicher hat uns wieder einmal überzeugt. Die haben den Film wenigstens verstanden.“ In Deutschland sahen elf Millionen die Westernparodie.

Erfolgsdruck. Da anzuschließen schien ein nicht geringes Unterfangen. Also ließ man das Publikum der TV-Show „Bullyparade“ in einem marketingaktionistischen Geniestreich abstimmen: „Schuh des Manitu 2“, ein Sisi-Film, ein Überraschungspaket mit dem Titel „Wo keiner mit rechnet“ und die „Raumschiff Enterprise“-Parodie standen zur Wahl. Mehr als 900.000 wollten die lauwarme Raumschiffcrew sehen – und die werden jetzt im Kino erwartet. „Es ist ein demokratisch gewählter Film, die Seher der ‚bullyparade‘ haben ihn gewählt, ich habe mein Wahlversprechen eingehalten. Nun müssen die Wählerinnen und Wähler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz auch dazu stehen und ins Kino gehen. Erst wählen und dann nicht hinsehen gilt nicht. Ein Wähler hat auch Pflichten und Verantwortung“, so Herbig im NEWS-Interview über die Erfolgsaussichten.

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7.7.2004 16:30