Heinz Fischer mit 52 Prozent auf Platz 1 im NEWS-Politbarometer
- Fischer im NEWS-Interview über seine Pläne für die ersten
Bestürzt über die dramatische Entwicklung um Bundespräsident Thomas Klestil hat sein Nachfolger Heinz Fischer sein Arbeitsprogramm für die ersten Tage reduziert. Im - Montag vormittag, nach Bekanntwerden der schweren Erkrankung Klestils gegebenen - Interview für die neue Ausgabe von NEWS spricht er über die Pläne für seine ersten Amtswochen.
Auf seiner ersten Auslandsreise nach Ungarn soll ihn Außenministerin Benita Ferrero-Waldner begleiten, mit der er bereits ein Arbeitsgespräch geführt hat. Über das Verhältnis zur ehemaligen Konkurrentin im Präsidentschaftswahlkampf sagt er im Interview: "Es ist für das Land wichtig, dass wir uns gemeinsam für das Land einsetzen, und das werden wir auch tun. Erfahrene Politiker kommen mit solchen Problemen zurecht."
Über seine Vorstellung, wie er als Bundespräsident sein möchte, sagt Fischer: "Die Bevölkerung erwartet, dass der Bundespräsident jemand ist, auf den man sich verlassen kann, mit dessen Auftreten man sich identifizieren kann und der eine gewisse Reputation hat. Andererseits darf die Entfernung zu ihm nicht allzu groß sein. Dafür gibt es kein Patentrezept, nur Fingerspitzengefühl. Es muss die Chemie zwischen den Bundespräsidenten und der Bevölkerung stimmen." Auf die Frage, ob er Bedenken über die Arbeitsfähigkeit der wieder umgebildeten Bundesregierung hat, antwortet Fischer: "Ich gehe davon aus, dass ein neuer Anlauf genommen wurde. Von meiner Seite wird es keinen Misstrauensvorschuss geben. Turbulenzen hat ja auch der Vizekanzler Gorbach nicht bestritten. Wenn er sagt: ,Es war schon lustiger, dann kann man von mir nicht verlangen, dass ich das dementiere."
Im NEWS-Gallup-Politbarometer schneidet Fischer als Bester ab: 52 Prozent der 2000 Befragten sagen, sie würden es gerne sehen, wenn er in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen würde. Damit liegt Fischer deutlich vor dem zweitgereihten Grünen-Chef Alexander Van der Bellen mit 43 Prozent und Ministerin Benita Ferrero-Waldner mit 41 Prozent.
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