Fusion von Postbus & Bahnbus: Parlament soll Zusammenlegung beschließen
- Parlament stimmt in letzter Sitzung am Mittwoch ab
- Neuer Name für neuen Konzern noch offen
·Details zu Fusion & Verkauf der Linien
Über 16 Mio. Fahrkilometer
sollen verkauft werden
In seiner letzter Sitzung vor der Sommerpause soll das Parlament am Mittwoch endgültig den Weg zur Fusion von Postbus und Bahnbus ebnen. Nach dem Vorbeschluss im Verkehrsausschuss, dem nicht nur die Regierungsparteien, sondern auch die SPÖ-Abgeordneten zugestimmt haben, soll die Möglichkeit zur Abspaltung des Bahnbusses aus der ÖBB in das Bundesbahngesetz aufgenommen werden.
Die ÖBB hatten den Postbus bereits Herbst des Vorjahres für knapp 120 Millionen Euro gekauft. Durch die Fusion von Postbus und Bahnbus entsteht ein neuer Busriese mit 2.200 Bussen und 4.400 Mitarbeitern.
Die knapp 750.000 Fahrgäste, die die beiden Busgesellschaften täglich transportieren, dürften davon anfangs aber wenig merken. Die Namen Postbus und Bahnbus bleiben vorerst. Ob es in Zukunft eine Änderung geben wird, wird noch geprüft. Eine erste Analyse hat ergeben, dass die Marke Postbus 11,3 Millionen Euro wert ist. Auch Fahrplanänderung soll es erst im Dezember geben.
Ebenfalls bis Jahresende will die Postbus- und Bahnbus-Führung, wie von der Regierung vorgegeben, ein Drittel der Linien an Private verkaufen. Die Postbus-Gewerkschaft verlangt eine Art Jobgarantie für die betroffenen Mitarbeiter und hat deshalb in der Vorwoche mit Betriebsversammlungen gegen die Teilprivatisierung protestiert. Nächste Woche sind weitere Verhandlungen im Vizekanzleramt angesetzt worden.
(apa)
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