Bregenz als Großeinkäufer: Vorarlberger leisten sich vor Saisonstart 9 neue Spieler
- Titelfavoriten GAK und Austria hielten sich zurück
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Vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison agierten die zwei großen Titelfavoriten GAK und Austria auf dem Sommer-Transfermarkt zurückhaltend, dafür schlugen zwei Mittelständer kräftig zu.
SW Bregenz war vor dem Saison-Auftakt der T-Mobile Fußball-Bundesliga der Großeinkäufer der Liga. Nicht weniger als neun neue Spieler, darunter fünf Legionäre, holte Bregenz-Präsident Grill nach Vorarlberg.
Admira tätigte vorerst sieben Transfers, zeigt aber noch Interesse am Kroaten Nenad Bjelica vom 1. FC Kaiserslautern. Die Niederösterreicher gaben allerdings auch zehn Spieler ab, darunter die österreichischen Teamspieler Roland Linz und Markus Katzer sowie Lettlands Rekord-Internationalen Witalij Astafjew, den einzigen Spieler der heimischen Liga, der bei der EM in Portugal im Einsatz war.
Meister GAK und Vize-Meister Austria verstärkten sich dagegen nur punktuell. Die Grazer holten Gernot Plassnegger als Ersatz für den zur Austria abgewanderten Libor Sionko sowie den bosnischen Teamstürmer Alen Skoro.
Die Austria verpflichtete neben Sionko noch Markus Kiesenebner und Sasa Papac. Allerdings ist das Einkaufsprogramm der Wiener, die vor allem im Defensivbereich mit Verletzungsproblemen zu kämpfen haben, noch nicht abgeschlossen. Von Olympique Marseille könnte noch der tschechische Teamspieler Stepan Vachousek kommen, zudem hat Sportdirektor Günter Kronsteiner Interesse am schwedischen Verteidiger Mikael Antonsson von IFK Göteborg bestätigt.
UEFA-Cup-Starter FC Superfund Pasching holte sieben neue Spieler, darunter Heimkehrer Edi Glieder (zuletzt Schalke 04) und den ehemaligen ÖFB-Teamkapitän Thomas Flögel von der Austria. Rapid gab einige Akteure ab (Wallner, Rene Wagner, Jazic, Pashazadeh, Prisc), holte dafür Korsos, Hlinka, Katzer, Dosek und Kincl.
Salzburg "mistete" seinen Kader aus, gab viele Legionäre ab und schlug den österreichischen Weg ein. Sturm Graz gab mit Gerald Strafner und Arnold Wetl zwei Urgesteine aus erfolgreicheren Zeiten ab und konnte auch Teamtorhüter Thomas Mandl (zu FC Basel) nicht halten. Der SV Mattersburg, auf dem Spielermarkt unspektakulär aktiv, ist der einzige Klub, der mit einem neuen Trainer in die Saison 2004/05 geht: Der Türke Muhsin Ertugral löste Werner Gregoritsch ab.
Aufsteiger Wacker Tirol holte mit dem kroatischen Torhüter Zeljko Pavlovic, dem Australier Ned Zelic und dem Polen Jerzy Brzeczek nur drei namhafte Routiniers.
(apa/red)
