Freitag, 9. Juli 2004

Erste Liga ab 2005 mit 33 Runden: "44 wären terminlich nicht möglich gewesen"

  • Red Zac Liga wird auf zwölf Vereine aufgestockt

In der zweithöchsten Spielklasse werden ab 2005/06 kuriose 33 Runden gespielt. Darauf hat sich die Präsidentenkonferenz am Freitag in Unterpremstätten geeinigt. Bereits zuvor war festgestanden, dass ab sofort alle drei Regionalliga-Meister direkt in die Erste Liga aufsteigen, wodurch eine Aufstockung auf zwölf Vereine notwendig geworden war, was wiederum zur Folge hat, dass ab 2005/06 die drei Letzten absteigen.

Durch diese Konstellation standen die Klubs vor der Wahl, 33 oder 44 Runden zu spielen. "44 Runden wären terminlich und auf Grund diverser Abstellungen von Spielern nicht möglich gewesen, daher haben wir uns auf 33 verständigt", erklärte Bundesliga-Vizepräsident Anton Hirschmann. Da es in Zukunft zu jeweils drei Saison-Duellen zwischen zwei Klubs kommt, scheinen Konflikte vorprogrammiert, wenn zum Beispiel von zwei Titelkandidaten ein Aufstiegsaspirant in den direkten Begegnungen zwei Mal Heimrecht hat. Mit der Lösung dieses Problems wollen sich die Verantwortlichen in den kommenden Wochen und Monaten auseinander setzen.

Hirschmann machte kein Hehl daraus, dass er so wie die Klubchefs mit der Aufstockung alles andere als zufrieden ist. "Wir hätten gern die Zehnerliga beibehalten und haben mit allen stichhaltigen Argumenten dafür gekämpft, mussten uns aber aus sportpolitischen Gründen beugen", meinte der Vorsitzende der Ersten Liga und ergänzte: "Wir sind an einen Punkt getrieben worden, wo wir nicht hinwollten. Jetzt haben wir das beste daraus gemacht."

Für den Bundesliga-Vize ist der neue Erstliga-Modus nur der erste Schritt zu einer kompletten Neustrukturierung im heimischen Fußball. "Wir brauchen eine grundsätzliche Reform in Österreich, müssen ein Modell finden, um junge Österreicher zu fördern", sagte Hirschmann und forderte in diesem Zusammenhang die Installierung einer "Expertenkommission", die in dieser Hinsicht Vorschläge erarbeiten soll.

Trotz der Neuerungen bleiben die alten Vorgaben bezüglich Ausländer-Beschränkung und Einsatz von jungen Österreichern bestehen. Sollte sich ein Klub nicht an die Regeln halten, darf er nicht an den TV-Geldern partizipieren. 22 Prozent der Gesamtsumme des neuen Fernsehkontrakts mit Premiere und ATVplus ist für die Erste Liga reserviert, wobei jeder Klub gleich viel kassiert.

Die ersten Heimspiele von Altach dürften übrigens nicht in der Premiere-Konferenz-Schaltung zu sehen sein, weil die Vorarlberger keine taugliche Flutlichtanlage im Heimstadion zur Verfügung haben. Der Aufsteiger will dem aber so schnell wie möglich Abhilfe schaffen und darf sich dabei der finanziellen Unterstützung der Bundesliga sicher sein. (apa/red)

9.7.2004 18:59