Donnerstag, 8. Juli 2004

"Teurer" Supercup-Sieg für die Austria: Afolabi und Verlaat verletzten sich schwer

  • Längerer Ausfall für die Abwehrspieler. Plus:Reaktionen
  • Didulica hält gleich zwei Penalties der "Rotjacken"

Die Wiener Austria musste am Freitag den Erfolg im 19. österreichischen Supercup über den GAK teuer bezahlen. Die Freude der Favoritner über den 4:2-Sieg im Elferschießen nach einem 1:1- Remis im Grazer Schwarzenegger-Stadion fiel angesichts der aktuellen Verletztenmisere äußerst verhalten aus. "Wir haben einen Pyrrhus- Sieg gelandet", meinte dazu Sportmanager Günter Kronsteiner.

Mit Afolabi und Verlaat erlitten gleich zwei Abwehrspieler schwer wiegendere Verletzungen. Der Nigerianer, nach verworfenen Abwanderungsgelüsten lange Zeit einer der Stärksten seiner Mannschaft, schied rund zehn Minuten vor Schluss mit Verdacht auf Muskelriss in der Wade aus, sein eilig eingewechselter Ersatzmann Verlaat zog sich nach erster Diagnose einen Einriss im Oberschenkel- oder Adduktorenbereich zu.

Ratajczyk fällt wegen eines Kreuzbandrisses ohnehin bis zum Frühjahr aus, wodurch die Austria wenige Tage vor Bundesliga-Start plötzlich ohne drei Innenverteidiger dasteht. Dazu kommt, dass Blanchard nach seiner Knöchelverletzung vom Cupfinale noch nicht Kraft für 90 Minuten hat und Helstad an Bauchmuskel-Problemen laboriert.

Akoto wird in Kader zurückkehren
Durch die angespannte Personal-Situation wird zum Auftakt gegen die Admira voraussichtlich ein Mann in den Kader zurückkehren, der eigentlich schon als fixer Abgang gemeldet wurde. "Akoto gehört noch immer uns, wir werden ihn wieder aktivieren", so Kronsteiner, der nun seine Suche nach einem neuen Innenverteidiger intensiviert. Wunschobjekt Nummer eins ist der 23-jährige Schwede Mikael Antonsson von IFK Göteborg, eine Verpflichtung könnte sich aber in die Länge ziehen. "In der Frage der Ablöse liegen wir noch auseinander", so der Steirer.

Walter Schachner (GAK-Trainer): "Das war ein etwas glücklicher Sieg der Austria. Der GAK hatte die besseren Torchancen, wir sind nur über das Eigentor gestolpert. Im Elferschießen hat sich diesmal das Blatt umgedreht. Die Leistung meiner Mannschaft war aber zufrieden stellend, davon können wir vieles in die Meisterschaft mitnehmen. Die Neuzugänge Plassnegger und Skoro haben in der ersten Hälfte entsprochen, sie brauchen aber noch Zeit."

Günter Kronsteiner (Austria-Sportmanager): "Wir haben positiv überrascht, denn immerhin haben wir auswärts gewonnen. Das war aber ein Pyrrhussieg, denn nach dem Langzeitausfall von Ratajczyk fällt nun auch Verlaat mit einem Muskeleinriss aus. Ich werde versuchen, dass wir Akoto doch behalten und wieder in unseren Kader einbauen."

Michael Wagner (Austria-Kapitän): "Wir haben dem GAK den Kampf angesagt, wir wollen den Meistertitel wieder nach Wien-Favoriten holen. Dieser Titel ist für uns für die kommende Saison wichtig."

(apa/red)

8.7.2004 14:34