Österreichische Staatsmeisterschaften: Sprinterin Müller unterbot Olympia-Limit
- 30-Jährige löst als sechste ÖLV-Athletin Athen-Ticket
Die Olympia-Norm von Sprinterin Bettina Müller war der Höhepunkt des ersten Tages der österreichischen Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in Wolfsberg. Die noch bis Montag 30-Jährige unterbot über 100 m mit dem zulässigen Rückenwind von 1,8 m/s mit der Siegerzeit von 11,26 Sekunden die Norm um 4/100 Sekunden. Olivia Wöckinger gewann den Weitsprung zwar mit 6,72 m, hatte dabei aber zu viel Rückenwind (+2,8). Die bei noch regulären Verhältnissen erzielten 6,48 m (+1,9) waren um zwölf Zentimeter zu wenig.
Müller vergrößerte das österreichische Leichtathletik-Olympia-Team auf ein Sextett. Davor hatten sich bereits Karin Mayr-Krifka (200 m), Michael Buchleitner (Marathon), Roland Schwarzl (Zehnkampf), Martin Pröll (3.000 m Hindernis) und Günther Weidlinger (5.000 m) das Athen-Ticket gesichert. Die Oberösterreicher Pröll und Weidlinger siegten am Samstag in ihren Spezialdisziplinen souverän, Zehnkämpfer Schwarzl wurde im Kugelstoßen Fünfter (14,08 m) und im Diskuswerfen Siebenter (43,38 m). Rekordlerin Karin Mayr-Krifka hatte auf einen 100-m-Start verzichtet, sie ist am Sonntag über 200 m dabei.
Bei anfangs kaltem, regnerischem und teils sogar stürmischem Wetter - der Stabhochsprung der Männer wurde bei 4,40 m aus Sicherheitsgründen abgebrochen und wie der Frauenbewerb auf Sonntag verlegt - schienen Topleistungen nicht möglich zu sein. Doch als sich die Bedingungen am Abend doch noch besserten, lief Müller nach Athen.
"Mein Trainer Walter Hable und ich haben immer daran geglaubt, dass es sich noch ausgehen wird. Ich habe in den letzten fünf Wettkämpfen fünf persönliche Bestzeiten aufgestellt und gewusst, dass noch eine Steigerung möglich ist", hatte Müller mit der Olympia-Qualifikation mehr als nur spekuliert. "Die Olympia-Norm ist ein Traum, ich bin total glücklich, es geschafft zu haben. Ziele für Athen hat sie ebenfalls bereits: "Die erste Runde überstehen und eine neue Bestleistung aufstellen."
Im Hammerwurf der Frauen gab es einen Junioren- und U23-Rekord durch Julia Siart. Sie verbesserte ihre erst zwei Wochen alte österreichische Bestmarke auf 53,65 m und wurde hinter Claudia Stern Zweite (55,01).
(apa/red)
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