Donnerstag, 8. Juli 2004

Ein Stürmer als Boss: Europameister Nikolaidis wird Präsident von AEK Athen

  • Teamspieler übernimmt bankrotten Ex-Arbeitgeber
  • Wechsel von Nikopolidis zu Olympiakos Piräus fix

Der griechische Nationalstürmer Themistoklis Nikolaidis, frisch gebackener Europameister, hat bekannt gegeben, dass er die Präsidentschaft bei seinem Ex-Arbeitgeber AEK Athen antritt. Nikolaidis, unter dessen Führung eine Investoren-Gruppe bereits die Aktien-Mehrheit an AEK übernommen hat, folgt damit dem griechischen Advokaten Alexis Kouyias, der lediglich vier Tage an der Spitze des finanzschwachen Hauptstadt-Klubs gestanden war.

Der 30-jährige Stürmer von Atletico Madrid kündigte an, dass er die ausstehenden Gehaltsforderungen der Spieler begleichen werde. Dem Athener Traditionsklub, der auf einem Schuldenberg von rund 100 Millionen Euro sitzt, droht nach wie vor der Zwangsabstieg.

Währenddessen steht der Wechsel seines griechischen Nationalteam-Kollegen Antonios Nikopolidis von Panathinaikos Athen zum Erzrivalen Olympiakos Piräus fest. Der 33-jährige Torhüter unterschrieb beim griechischen Vizemeister nach 15 Jahren bei Panathinaikos einen Dreijahresvertrag. Der 49-fache Internationale war beim Europameistertitel Griechenlands zum Helden avanciert: In allen drei Spielen der K.o.-Runde gegen Frankreich, Tschechien und Portugal blieb der Routinier ohne Gegentreffer. (apa/red)

8.7.2004 10:51