Schett vor Fed Cup optimistisch: "Haben eine gute Ausgangsposition"
- 2005 spielt "Babsi" auf jeden Fall noch Australien
- Williams-Schwestern in Innsbruck nicht mit dabei
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Bei diesen Bedingungen würde man normalerweise auf dem Bergisel kein Training erleben. Doch auf der imposanten Anlage in Innsbruck steht in diesen Tagen ja ausnahmsweise nicht Skispringen, sondern Tennis auf dem Programm. Am Wochenende kämpfen die Fed-Cup-Damen aus Österreich und den USA um den Einzug ins Weltgruppen-Halbfinale, daher ziert ein seltsam anmutender, aber eindrucksvoller Tennis-Court den Auslauf des traditionellen Schauplatzes der Vierschanzen-Tournee.
"Das Ambiente ist super. Ich habe noch nie in so einem Stadion gespielt. Das ist schon etwas Einzigartiges", freute sich Österreichs einzige Top-100-Spielerin, Barbara Schett, nach ihrer Trainingseinheit. Am Donnerstag herrschte allerdings ein Föhnsturm, der die Kontrolle der Bälle sehr erschwerte. "Wenn es so ist, dann ist es wirklich nur eine Glückssache, wenn du spielst. Da kannst keine Taktik spielen."
Die Wettervorhersagen verheißen aber eine Abkühlung und ein Einbrechen des Föhns. Und so darf sich Schett auf ihr erstes echtes Fed-Cup-Heimspiel freuen. "Es ist ein Supergefühl, aber auch ganz komisch, daheim zu sein und zu spielen. Das bin ich überhaupt nicht gewohnt, das letzte Mal habe ich da die Staatsmeisterschaften 1994 in Innsbruck gespielt", meinte die 28-Jährige.
Gewisse Schwierigkeiten bereitete ihr die Umstellung von Rasen auf Sand: "Ich bin ja erst am Sonntag aus Wimbledon zurück gekommen. Auf Sand sind die Rallyes viel länger und ich konnte wegen des Regens auch wenig trainieren vergangene Woche, und habe einen Trainings-Rückstand gehabt." Die ersten zwei Tage seien katastrophal gewesen, am Donnerstag habe sie sich aber erstmals besser gefühlt."
Williams-Schwestern nicht dabei
Was sagt Schett zum Verzicht der Williams-Geschwister, von Davenport und Capriati auf den Tirol-Trip? "Für die hat der Fed Cup scheinbar überhaupt keine Bedeutung, die wollen sich scheinbar ordentlich auf die Hartplatzsaison vorbereiten, das ist die Priorität eins." Dass nach diesen Absagen die Chancen natürlich sehr gestiegen sind, verleugnet auch Schett nicht. "50:50 auf alle Fälle. Ich habe gegen beide schon gespielt, gegen beide gewonnen und verloren", so Schett, die fix mit Chanda Rubin und Lisa Raymond in den Einzeln rechnet. "Die Chanda hat lange nicht gespielt, weil sie verletzt war und die Raymond hat viel gespielt, aber nicht viel gewonnen. Und Sand ist ja nicht deren Stärke. Also haben wir eine gute Ausgangsposition."
Im Falle einer Niederlage könnte der Fed Cup in Innsbruck ihr letzter Einsatz für das ÖTV-Team sein. Schett wird erst Ende des Jahres entscheiden, ob sie weitermacht. Aber Babsi Schett wird es definitiv 2005 auf der Tour noch geben, verriet sie: "Ja, in Australien auf alle Fälle noch. Wenn ich aufhören sollte, dann in Australien, das habe ich mir vorgenommen", so Schett. Die Australian Open sind ihr Lieblingsturnier. "Und da würde ich dann gleich drüben bleiben und ein bisschen herumfahren."
Über die Zeit nach ihrer aktiven Karriere hat sie schon intensiver nachgedacht: "Was mich irrsinnig interessieren würde, wäre bei einem österreichischen Turnier mitzuarbeiten. Sie wollen ja vielleicht nächstes Jahr ein combined Event in Kitzbühel machen, so was würde ich gerne machen", sagte Schett, die aber auch gerne im Fernsehen kommentieren oder für ihre Sponsoren arbeiten würde. (apa/red)
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