Mittwoch, 7. Juli 2004

Leichtathletik: Mutola nach 36 Siegen in Serie erstmals wieder geschlagen

  • Hürdenläufer Johnson und Sanchez mit Saisonbestzeit

Zwei Jahresweltbestzeiten hat das Super-Grand-Prix-Meeting in Lausanne gebracht. Die Hürdenläufer Allen Johnson und Felix Sanchez zeichneten dafür verantwortlich. Bei den Damen gab es eine handfeste Sensation: 800m-Seriensieger Maria Mutola musste sich nach 36 Triumphen en suite erstmals geschlagen geben.

Die Hürdenläufer Allen Johnson und Felix Sanchez haben am Dienstagabend beim Super-Grand-Prix-Meeting der Leichtathleten in Lausanne mit zwei Jahresweltbestzeiten für die Höhepunkte gesorgt. Der vierfache Weltmeister und Olympiasieger von 1996 Johnson benötigte über die 110 m Hürden 13,05 Sekunden. Der 33-Jährige war einer der wenigen Spitzenathleten aus den USA, die vier Tage vor dem Beginn ihrer Olympia-Ausscheidungen in Sacramento die Reise an den Genfer See unternommen hatten.

Der zweifache Weltmeister Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik blieb als Erster in diesem Jahr mit 47,86 Sekunden über 400 m Hürden unter der 48-Sekunden-Grenze. Erholt von der schweren Schlappe in Rom, aber noch längst nicht wieder so überlegen wie in den Vorjahren zeigte sich Weltrekordler Hicham El Guerrouj über 1.500 m. Der Marokkaner gewann in 3:32,20 Minuten nur hauchdünn vor Isaac Songok aus Kenia (3:32,22).

Dieses Mal war Maria Mutola die große Geschlagene: Über 800 m verlor die Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus Mosambik in 1:59,06 Minuten nach 36 Siegen in Serie gegen die Russin Swetlana Tscherkasowa (1:58,91). Im Hürdensprint der Frauen erzielte die Jamaikanerin Delloreen Ennis London mit 12,57 Sekunden die viertbeste Zeit des Jahres. Über 100 m bestätigte ihr Landsmann Asafa Powell in 10,00 Sekunden, dass seine diesjährige Bestzeit von 9,91 keine Eintagsfliege war.
(apa/red)

7.7.2004 09:13