Für Segel-Ass Geritzer kann Olympia kommen: "Ich möchte eine Medaille"
- Laser-Segler gelassen und voller Selbstvertrauen
Für Österreichs Segel-Ass Andreas Geritzer kann Olympia kommen. Der zweite Platz Ende Juni bei der Kieler Woche hinter Brasiliens vielfachem Weltmeister Robert Scheidt hat dem 26-jährigen Laser-Segler gezeigt, dass die Form und die Marschroute für den Saisonhöhepunkt stimmt. "Jetzt kann kommen, was will", lautet der Standpunkt des HSZ Soldaten vom UYC Neusiedl, der von Freitag bis Montag bei den Griechischen Meisterschaften seinen letzten Testwettkampf vor Olympia absolviert.
"Dieser Start ist unverzichtbar, auch wenn dieser Bewerb nicht im Olympiarevier ausgetragen wird", sagt der aktuelle WM-Sechste, der den Olympischen Spielen gelassen und mit großem Selbstvertrauen entgegenblickt. Schließlich geht er davon aus, dass er seit seinem fünften Rang von Sydney in jeder Hinsicht reifer geworden ist. "Ich hatte vier Jahre lang Zeit, mein seglerisches Können weiterzuentwickeln und bin nun weit ruhiger als damals." Auch mental glaubt er durch die Arbeit mit dem Psychologen Günther Amesberger "viel weitergebracht" zu haben.
Auch ein enttäuschender 46. Rang bei der WM 2003 in Cadiz ("Das war nach einer Grippe mein Tiefpunkt in den vergangenen vier Jahren") hat ihn zwischendurch nicht in Panik versetzt. "Wir wurden nicht hektisch, ich habe mit meinem Trainer Steven Johannesen ruhig weiter gearbeitet und nur im Trockentraining einige Änderungen vorgenommen und mit Schranz-Hocke etc. am Gleichgewicht gearbeitet", sagt Geritzer, der sich selbst als intuitiven "Gefühlssegler" bezeichnet und jeden Wind "gut im G´spür" zu haben glaubt.
"Ich möchte eine Medaille, setze mich deshalb aber nicht unter Druck", so der 26-jährige, der spätestens seit Sydney in der Weltklasse etabliert ist und dies seither auch mit etlichen Spitzenplätzen (u.a. Zweiter ISAF-WM 2002, Zweiter Kieler Woche 2004) unterstrichen hat. Dazu kommt, dass er das Olympia-Revier und die kurzen, schnellen und tückischen Wellen sehr gut kennt und dort in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits 15 bis 20 Wochen gesegelt ist. Dass er bei den dortigen Test-Events in den Jahren 2002 und 2003 jeweils Siebenter war, habe laut seinen Angaben nicht viel zu sagen.
(apa/red)
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