Nach Ernennung von Edwards zum Vize: Kerry legt in Umfragen gegenüber Bush zu
- Erster Auftritt des Demokraten-Duos in Pittsburgh
- Plus: Das Porträt des Vize-Präsidentschaftskandidaten
·US-Wahl: Edwards wird Vize von Kerry
Der Senator soll Stimmen in den Südstaaten holen
·Edwards: Porträt des Strahlemannes
Jung-Senator könnte ins Weiße Haus ziehen!
·Die Politik des Bush-Gegners
Standpunkte und politische
Ziele von Demokrat Kerry
·Wahlkampf "trennt"
Schwarzeneggers
Arnie wirbt für Bush, seine Frau für Demokrat Kerry
·Bush profitiert von Reagan-Begräbnis
Zustimmung für Präsident in Umfragen gestiegen
Die Ernennung von John Edwards zu seinem Vize hat dem demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber John Kerry auf Anhieb mehr Popularität verschafft. Wie aus zwei am Mittwoch veröffentlichten Umfragen der US-Fernsehsender CBS und NBC hervorgeht, wollen 49 Prozent der Wähler am 2. November den Herausforderern von Präsident George W. Bush und dessen Vize Dick Cheney ihre Stimme geben.
Der CBS-Umfrage zufolge würden Kerry und Edwards damit fünf Prozentpunkte Vorsprung vor Bush und Cheney haben. Unter den von NBC befragten Wählern lagen die Amtsinhaber mit 41 Prozent sogar acht Prozentpunkte hinter den Demokraten.
Erster Auftritt von Kerry mit Edwards
Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat John Kerry ist am Mittwoch erstmals gemeinsam mit seinem "Running Mate" John Edwards vor die Kameras getreten. Einen Tag nach der Berufung von Edwards als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten präsentierten sich die beiden Senatoren mit ihren Frauen und sieben ihrer insgesamt acht Kinder auf dem Anwesen der Kerrys am Stadtrand von Pittsburgh der Presse.
"Wir haben die tiefe Überzeugung, dass Amerika es besser kann", sagte Kerry. "Heute treten wir zusammen eine neue Reise an; nicht für uns, sondern für unser Land." Der Herausforderer von George W. Bush fand lobende Worte für seinen Mitstreiter: "John Edwards und seine Familie stehen für den Kampf, dem Volk neue Hoffnungen und Chancen zu geben", sagte er. Dem 51 Jahre alten Edwards attestierte er "Leidenschaft, Überzeugung und Stärke".
Edwards erwiderte die Komplimente. Kerry habe während der Wahl eines demokratischen Präsidentschaftskandidaten Stärke, Mut und Entschlusskraft gezeigt. "Und die Wahrheit ist, es ist die gleiche Stärke, der gleiche Mut, das gleiche Rückgrat und die gleiche Führungsstärke, die er schon sein ganzen Leben lang zeigt."
Kritiker sehen mangelnde Erfahrung
Das Lager von Kerry wies kritische Fragen nach der möglicherweise mangelnden politischen Erfahrung Edwards' nach weniger als sechs Jahren auf dem Senatorenposten von North Carolina zurück. Er habe im Geheimdienstausschuss mitgearbeitet und an der Untersuchung zum 11. September 2001 teilgenommen, sagte Wahlkampfmanagerin Mary Beth Cahill. "Er bringt eine Menge mit, sogar mehr als der amtierende Präsident, als dieser 2000 das Amt übernahm."
US-Präsident George W. Bush hat die Fähigkeiten des demokratischen Vizepräsidentschafts-Kandidaten zum Führen des Landes prompt angezweifelt. Bush sagte auf die Frage nach dem Unterschied zwischen Edwards und dem derzeitigen Vizepräsidenten Dick Cheney vor Journalisten in Raleigh in Edwards Heimatstaat North Carolina: "Dick Cheney kann Präsident sein." Der US-Verfassung zufolge übernimmt der Vizepräsident die Amtsgeschäfte, wenn der Präsident stirbt oder aus anderen Gründen nicht zum Regieren in der Lage ist. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
