Montag, 5. Juli 2004

Schüsse in Zürich: Banker tötete zwei Kollegen, dann richtete er sich selbst

  • Hintergrund: Konflikt zwischen Täter und Opfern spitzte sich in den letzten Wochen zu

Bei einem Amoklauf an seinem Arbeitsplatz hat ein Zürcher Bankangestellter am Montag in der Früh zwei Vorgesetzte erschossen und sich dann selbst gerichtet. Als Motiv nannte die Polizei einen Konflikt zwischen Täter und Opfern, der sich in den vergangenen Wochen zugespitzt hatte.

Der 56-jährige Amokläufer war kurz nach 8.00 Uhr am Arbeitsplatz erschienen und hatte bald darauf das Feuer auf den Leiter der Finanzberatung sowie dessen Stellvertreter eröffnet. Nach den Schüssen wurden die 80 Angestellten der Filiale der Zürcher Kantonalbank nahe des Bahnhofs Enge in Sicherheit gebracht.

Am 28. September 2001 hatte ein 57-Jähriger im nahe gelegenen Zug 14 Politiker des Regionalparlaments und anschließend sich selbst erschossen. 14 weitere Menschen wurden verletzt. Auslöser dieses Amoklaufs war damals ein verlorener Prozess.

(apa/red)

5.7.2004 10:05