"profil": Herbert Krejci kritisiert den Umgang mit Thomas Klestil!
- "Viele Taktlosigkeiten, begangen durch Mitglieder der Bundesregierung". "Maßloses moralinsaures Getue"
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n einem Gastkommentar in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Herbert Krejci, ehemaliger Generalsekreträr der Industriellenvereinigung, die Regierung und das Bürgertum wegen ihres früheren Umgangs mit Bundespräsident Thomas Klestil. Vor allem in der zweiten Phase der Amtszeit Klestils sei "der Verfall der politischen Kultur in Österreich" sehr deutlich geworden.
"Die vielen Beispiele an Taktlosigkeiten, begangen durch Mitglieder der Bundesregierung - hier ist nicht nur der Bundeskanzler, sondern vor allem auch die Frau Außenministerin zu nennen - belegen, was sich da in den letzten Jahren zum Schlechteren verändert hat." Im Vergleich zu ÖVP-Politikern wären die Sozialdemokraten "geradezu ein Vorbild dafür, wie man sich eigentlich benehmen sollte".
In dem "profil"-Kommentar tadelt Krejci auch das österreichische Bürgertum, wo man "geradezu mit sinnlicher Freude Schwächen im Verhalten des Bundespräsidenten aufgedeckt hat". Was ihn besonders erschüttert habe, war "das maßlose moralinsaure Getue und der Hass und die Verachtung, die aus gewissen Kernschichten, allen voran den katholischen Studentenverbindungen, die Klestil im Zusammenhang mit seinem Privatleben entgegengeschlagen sind".
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