Freitag, 9. Juli 2004

Staatsbegräbnis für Thomas Klestil: Was wann und wo passiert ist

Am Samstag fand das bisher größte Staatsbegräbnis der Zweiten Republik statt. 1.000 Sicherheitskräfte waren im Großeinsatz. Trotzdem gab es keine großen Sperrzonen - um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, Thomas Klestil auf seinem letzten Weg zu begleiten. Am Rande der Trauerfeierlichkeiten traf der neue Bundespräsident Heinz Fischer in Wien mit einer Reihe von Staatsoberhäuptern zusammen. Zum Nachlesen: Alle Termine am Tag des Begräbnisses!

SAMSTAG, 10. Juli 2004

Vormittag
Am Vormittag, noch vor dem Requiem im Stephansdom, empfing Fischer in der Hofburg den deutschen Bundespräsidenten Köhler und im Anschluss daran den italienischen Staatspräsidenten Ciampi.

11.00 Uhr
Feierliches Requiem im Wiener Stephansdom. Hauptzelebrant war Kardinal Christoph Schönborn, hielt auch die Predigt. Ansonsten Gemeinsam mit Schönborn zelebrierten die österreichischen Diözesanbischöfe sowie Weihbischof Ludwig Schwarz, Caritas-Direktor Michael Landau und der Mariazeller Superior Pater Karl Schauer.

Musikalisch wurde der Gottesdienst unter anderem mit dem Haydn-Requiem sowie mit "Elementen des Volksgesanges" gestaltet. Diese lagen laut Kathpress auch dem verstorbenen Bundespräsidenten sehr am Herzen.

Ca. 13.00 Uhr
Vom Stephansdom wurden die sterblichen Überreste von Thomas Klestil unter Polizeibegleitung in einem Leichenwagen auf den Zentralfriedhof gebracht. Die Trauergäste reisten individuell an, ein gemeinsamer Konvoi war nicht vorgesehen. (Stationen: Rotenturmstraße - Franz-Josefs-Kai - Ring - Schwarzenbergplatz - Rennweg - Simmeringer Hauptstraße - Wiener Zentralfriedof 2. Tor)

13.15 Uhr
Empfang für die hochrangigen Staatsgäste im Bundeskanzleramt.
In der Zeit zwischen dem Requiem und den Beisetzungsfeierlichkeiten auf dem Wiener Zentralfriedhof fand ein bilaterales Zusammentreffen Heinz Fischers mit dem russischen Präsidenten Putin in den Räumen der Hofburg statt.

14.00 Uhr
Zentralfriedhof: Hinter der Halle 2 beim Tor 2 wurde der Sarg auf eine Lafette des Bundesheeres aufgesetzt. Ein rot-weiß-rotes Bahrtuch mit Staatswappen bedeckte ihn.

Die Trauergäste - unter ihnen die nächsten Angehörigen, die Mitglieder der Bundesregierung, die Landeshauptleute, das Diplomatische Corps und Ehrengäste - sammelten sich beim Tor 2.

14.15 Uhr
Um ca. 14.15 Uhr formierte sich das Kondukt.

14.25 Uhr
Um 14.25 traf Bundespräsident Heinz Fischer ein.

14.30 Uhr
Die von einem Wagen des Bundesheeres gezogene Lafette ordnete sich in den Trauerzug ein.

Unter den Klängen des Trauermarsches "Radetzkys Nachruf" bewegte sich der Kondukt in Richtung Lueger-Kirche. An der Spitze befanden sich Ehrenkompanien des Bundesheeres, danach folgten die Gardemusik, die Kranzträger sowie die Geistlichkeit. Hinter dem Wagen mit dem Sarg gingen die Trauergäste.

Bei der Bundespräsidentengruft vor der Karl-Lueger-Gedenkkirche nahm der Kondukt anschließend Aufstellung. Mitarbeiter der Bestattung Wien hoben den Sarg von der Lafette. Es folgte die Bundeshymne, der liturgische Teil sowie das Lied "Vom guten Kameraden". Danach wurde der Sarg in der Gruft versenkt.

16.30 Uhr
Die zahlreichen ausländischen Staatschefs bzw. deren Vertreter wurden von Fischer nach Abschluss der Trauerfeierlichkeiten zu einem Empfang in der Hofburg empfangen.

(apa/red)

9.7.2004 11:16