Mittwoch, 7. Juli 2004

Trauer um Thomas Klestil: Kardinal Schönborn würdigt den Verstorbenen

  • Um 8 Uhr läutete Glocke im Stephansdom

Auch die Repräsentanten der christlichen Kirchen würdigten den verstorbenen Bundespräsidenten. Thomas Klestil habe seinen katholischen Glauben in der Öffentlichkeit nicht versteckt, so Kardinal Christoph Schönborn. Die evangelische Kirche verweist darauf, dass Klestil die Evangelischen immer "voll respektiert und unterstützt" habe.

Zum Zeichen der Trauer über den Tod des Staatsoberhaupts läutete am Mittwochmorgen um 8 Uhr die Stephanusglocke des Stephansdoms fünf Minuten lang. Am Samstag zelebriert um 11 Uhr im Stephansdom Kardinal Schönborn für den Verstorbenen das Requiem.

Tief bewegt zeigte sich Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch in einer ersten Stellungnahme zum Ableben Klestils. Der erste Gedanke sei die Bitte an Gott, dass er Thomas Klestil in das ewige Leben aufnehme und ihn das Ziel seines Lebens erreichen lasse. Alle Menschen, die den Glauben an das ewige Leben teilen, sollten in diesem Sinn auch für Thomas Klestil beten. Zugleich gelte das Mitgefühl den Angehörigen des Verstorbenen. Schönborn: "Den Angehörigen möchte ich auch im Namen der katholischen Kirche in Österreich das herzlichste Beileid ausdrücken und Trost und Stärkung wünschen."

Ausdrücklich dankte Schönborn dem verstorbenen Präsidenten für das, "was er in seinem rastlosen Einsatz für unser Land getan hat". In besonderer Weise habe sich Klestil auch immer um ein gutes Verhältnis zu den Kirchen und Religionsgemeinschaften bemüht. Er denke dabei auch an manche interreligiöse Gesten, die von Klestil gesetzt wurden, so Kardinal Schönborn. In besonderer Weise sei Klestil auch für seinen großen Einsatz für die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell zu danken. Mariazell sei ein Ort gewesen, zu dem der verstorbene Bundespräsident eine besondere Beziehung hatte. (apa)

7.7.2004 11:43