Startschuss zu Zivildienst-Reform: Fredy Mayer als Leiter der Konferenz eingesetzt
- Offizielle Beauftragung durch Bundeskanzler erfolgte
- Mayer will Zivildienst attraktivieren
Die Zivildienstreformkommission hat seit 12. Juli offiziell einen Vorsitzenden: Der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Fredy Mayer, wurde von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mit der Leitung beauftragt worden. Dabei fand ein kurzes Gespräch statt, an dem neben den Regierungschef auch Sozialstaatsekretärin Ursula Haubner und Innenminister Ernst Strasser teilnahmen.
Mayer erklärte gegenüber Journalisten, unter anderem die Attraktivität des Zivildienstes verbessern zu wollen.
Über kurz oder lang seien die sozialen Anforderungen, beispielsweise in der Altenpflege, "ohne entsprechende Sozialleistungen Einzelner" nicht mehr erhaltbar, zeigte sich Mayer überzeugt. Von der Regierung habe er den Auftrag erhalten, die Ergebnisse der Bundesheerreformkommission zu analysieren und bis Jänner 2005 einen Bericht über die vorgeschlagenen Änderungen des Zivildienstes vorzulegen. Nachdem der Wehrdienst von acht auf sechs Monate verkürzt werden soll, ist auch eine analoge Reduktion der Dauer des Zivildienstes geplant. Wie lange genau er in Zukunft sein soll, soll die Kommission erörtern.
Beteiligt werde ein Team "aus zehn bis zwölf Personen", sagte Mayer. Enthalten sollen dabei Vertreter der zuständigen Ministerien, der Länder und der Zivildienstorganisationen sein.
Wichtig sei es unter anderem, die Organisation des Zivildienstes auf eine kürzere Dauer umzustellen, sagte Mayer. Sonst wären Einschnitte für jene Einrichtungen, die auf die Helfer angewiesen sind, "möglich", erklärte er. (apa/red)
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