Eurofighter-Produzenten atmen auf: Produktionsstopp scheint abgewendet
- Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien wollen sich verpflichten, nächste Tranche zu kaufen
·Gegengeschäfts- Milliarde erreicht
Sagt Wirtschaftsminister. SP spicht von nur 200 Mio.
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Die Eurofighter-Produzenten dürfen offenbar aufatmen: Der drohende Produktionsstopp der Kampfflugzeuge scheint abgewendet. Die Eurofighter-Partnerstaaten Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien wollen sich in Kürze gegenüber der Industrie verpflichten, die nächste Produktionstranche der Jets zu kaufen.
Die Absichtserklärung solle trotz der noch zögernden Haltung der britischen Regierung dem Konsortium aus dem europäischen EADS-Konzern, der britischen Bae Systems, der italienischen Finmeccanica und ihren 450 Auftragnehmern Planungssicherheit geben, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Montag-Ausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Der Kaufvertrag über die 236 Kampfjets dürfte demnach statt wie anfangs geplant im Juli frühestens im September besiegelt werden.
Deutsche Regierungsbeamte halten eine Einigung über den Text einer Absichtserklärung mit den Regierungen in London, Rom und Madrid bereits in zwei bis drei Wochen für möglich. Trotz noch laufenden Gesprächen zwischen der Vier-Länder-Koordinierungsorganisation Netma und der Eurofighter-Gesellschaft gibt sich die Industrie allerdings noch zuversichtlicher. "Wir sind optimistisch, dass bis Ende nächster Woche ein Ergebnis vorliegt", sagte ein EADS-Sprecher der "Financial Times Deutschland".
Die Erklärung soll so verbindlich sein, dass die Hersteller den Bau der zweiten Eurofighter-Tranche in Wert von rund 19 Milliarden Euro auch ohne festen Vertrag vorbereiten können. EADS hatte im Frühsommer davor gewarnt, dass eine Verzögerung der Vertragsunterzeichnung über Juli hinaus zu einem Produktionsstopp für den zweiten Bauabschnitt und Mehrkosten von maximal zwei Milliarden Euro führen könnte.
(apa/red)
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