Nach Rücktritt als Justizminister: Böhmdorfer kehrt in den Nationalrat zurück
- Insgesamt drei neue Abgeordnete angelobt
Im Nationalrat sind am Mittwoch drei neue Abgeordnete angelobt worden. Neu in den Reihen der SPÖ sind Elisabeth Hlavac und Richard Leutner, die Freiheitlichen werden künftig vom jüngst zurückgetretenen Justizminister Dieter Böhmdorfer unterstützt. Bei der SP-Fraktion war die Umstellung durch den Wechsel von Uli Sima in die Wien Stadtregierung bzw. den freiwilligen Abschied von Metaller-Chef Rudolf Nürnberger nötig geworden.
Böhmdorfer wiederum nimmt nach seinem Auszug aus der Regierung das ihm zustehende Mandat an, weshalb der Abgeordnete Anton Wattaul Abschied aus dem Hohen Haus nehmen musste.
Hlavac (52) ist im Parlament keine Unbekannte. Ab April 1988 war sie eineinhalb Jahre Mitglied des Bundesrats, anschließend zog sie für fünf Jahre in den Nationalrat ein. Im Anschluss folgte wieder ein Gastspiel im Bundesrat. Ab 1996 war Hlavac mit einem Jahr Unterbrechung wieder im Nationalrat vertreten, ehe sie 2003 zurück in die Länderkammer wechselte. In den 90-er Jahren war Hlavac auch ein Jahr im Europaparlament.
Leutner (48) ist hauptberuflich Leitender Sekretär des ÖGB und gilt als Sozialexperte. Bisheriger Karriere-Höhepunkt des neuen SP-Abgeordneten war zwischen 1991 und 1997, als er als Präsident des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger amtierte.
Böhmdorfer (61) hat als Abgeordneter bisher praktisch keine Parlaments-Erfahrung. Der Anwalt gehörte dem Hohen Haus de facto nur während der Zeit der letzten Regierungsbildung 2002/2003 an. Von 29. 2. 2000 bis 25. 6. 2004 fungierte Böhmdorfer als Justizminister. (apa)
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