Dienstag, 29. Juni 2004

Was tun mit den Pflanzen im Urlaub? So bleiben Blumen & Co optimal bewässert!

  • Die besten automatischen Bewässerungssysteme
  • Heimwerker-Tipp: Mit Dochten Pflanzen feucht halten

Immer wieder steht der Zimmerpflanzenliebhaber vor dem Problem, wie er seine Pflanzen über den Urlaub oder ein verlängertes Wochenende "rettet". Gerade im Sommer zur Urlaubszeit müssen manche Pflanzen beinahe täglich gegossen werden, und wer möchte das schon seinem Nachbarn oder seiner Nachbarin zumuten. Mit System aus dem Handel oder selbstgebastelteten Bewässerungsanlagen lässt sich Abhilfe schaffen.

Da der Wasserverbrauch der Pflanzen von vielen Faktoren, wie Pflanzenart und -größe, Jahreszeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht abhängig ist, ist es besser die gewählte Bewässerung rechtzeitig vor dem Urlaub zu installieren und zu testen, auch um den Zeitraum, den die Bewässerung im speziellen Fall überbrücken kann, festzustellen. So bleiben Ihre Pflanzen gut bewässert, auch wenn Sie auf Urlaub sind:

Hydrokultur und andere Langzeitsysteme
Bei der Hydrokultur werden die Pflanzen im Tongranulat kultiviert. Das Granulat ist porös und kann Wasser und darin gelöste Nährstoffe aus dem Vorratsbereich zu den Pflanzenwurzeln leiten. Der Vorteil der Hydrokultur liegt darin, daß den Pflanzen ein größerer Wasservorrat zur Verfügung steht. Je nach den Faktoren Pflanzenart, -größe, Temperatur usw. können 1 bis 3 Wochen Urlaub überbrückt werden.

Automatische Bewässerung aus einem Vorratsbehälter über Schläuche
Mit diesen Bewässerungssystemen können Topfpflanzen in Erde über eine gewisse Zeit automatisch mit Wasser versorgt werden.

+Mit dem System Beckmann Beta 8 oder Gardena können Pflanzen einzeln oder zu mehreren über einen Regler bewässert werden. Bei der Blumat-Pflanzenbewässerung erhält jedes Pflanzengefäß einen Regler, der Wasser entsprechend der Bodenfeuchtigkeit austreten läßt. Bei der Gardena-Urlaubsbewässerung für Topfpflanzen wird einmal täglich eine elektrische Pumpe aktiviert, die je nach verwendetem Tropfverteiler eine bestimmte Wassermenge vom Vorratsbehälter zu den Pflanzen pumpt.

Urlaubsbewässerung für Zimmerpflanzen selbst gemacht
Das Einfüttern von Tontöpfen in feuchten Sand, Torf, Blumenerde u.ä.
Zimmerpflanzen, die in Tontöpfen stehen, können samt Topf in obige Materialien bis zum Topfrand eingesenkt werden. Dazu wird eine Wanne zunächst mit dem feuchten Material befüllt und die Töpfe dahinein "gepflanzt". Durch die Wand des Tontopfes findet ein Feuchtigkeitsaustausch mit dem Umgebungsmaterial statt. Wichtig ist, daß die Töpfe nicht direkt im Wasser stehen, sonst sterben die Wurzeln ab. Diese Art der Urlaubsbewässerung überbrückt nur eine kurze Urlaubszeit und ist mit viel Arbeit und Schmutz verbunden.

'Großmutters Dochtbewässerung mit Wollfäden'
Wollfäden werden mit einem Ende in die Topferde und mit dem anderen Ende in einen Wasservorratsbehälter gesteckt. Die Wollfäden leiten das Wasser vom Vorratsbehälter zum Topf. Bei großen Töpfen müssen mehrere Fäden verteilt werden. Die Wollfäden werden jeweils vorher angefeuchtet. Die Wassermenge, die hinübergesaugt wird, ist abhängig von der Länge, Dicke und dem Material des Fadens und auf welcher Höhe sich der Wasserspiegel im Vorratsbehälter im Verhältnis zum Pflanzengefäß befindet.

Mattenbewässerung
Für die Mattenbewässerung eignen sich Plastiktöpfe mit gerade abschließendem Boden, um einen möglichst engen Kontakt mit der Bewässerungsmatte zu haben. Die Töpfe werden auf die Bewässerungsmatte gestellt, die beispielsweise auf einem Gitter mittels Abstandshalter über einem Wasservorratsbehälter fixiert ist. Die Matte befeuchtet sich von selbst, wenn man sie an den Seiten ins Wasser hängen läßt.

29.6.2004 13:45