Dienstag, 29. Juni 2004

Wohnen ist wieder billiger geworden: Mieten und Büropreise leicht gesunken

  • Preisrückgang in insgesamt sechs Bundesländern
  • Steigerung im Burgenland, Oberösterreich, Steiermark

Die Preise für frei vermietbare Mietwohnungen sind in Österreich laut dem am Dienstag vorgelegten Immobilienpreisspiegel 2003/04 überwiegend leicht gesunken. Die Mieten neu vermieteter Büros stagnierten im wesentlichen, gingen aber in einigen Bundesländern, darunter auch Wien, spürbar zurück. Allerdings hat sich der Rückgang in den vergangenen zwölf Monaten wesentlich eingebremst.

In Wien sanken die Mieten bei neu vermieteten Wohnungen mit freier Mietzinsvereinbarung um 0,4 Prozent und auch in weiteren fünf Bundesländern wurden Rückgänge verzeichnet, darunter am stärksten mit minus 1,4 Prozent in Salzburg. Leichte Steigerungen zwischen 0,2 und 0,7 Prozent registrierte der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) lediglich im Burgenland, Oberösterreich und der Steiermark.

Die Arbeiterkammer (AK) forderte am Dienstag von der Regierung klare Mietobergrenzen für alle Richtwertmietwohnungen und eine Entlastung der Mieter von Eigentümer bezogenen Posten bei den Betriebskosten. Die jetzige Richtwert-Begrenzung sei wegen der vielen unbestimmten Zuschläge ohne Wirkung. Dies werde auch dadurch bewiesen, dass die Richtwertmieten faktisch gleich hoch wie am freien Markt, also in frei vermietbaren Wohnungen, seien.

Die Büro-Mieten gaben in Wien um 1,4 Prozent nach, am stärksten gingen sie in Niederösterreich (minus 5,7 Prozent) und Kärnten (minus 3,3 Prozent) zurück. Das stärkste Plus gab es mit 3,1 Prozent in der Steiermark, wobei auch hier jeweils die Neuvermietungen zwischen April 2003 und März 2004 berücksichtigt sind. Insgesamt wurden Büros in fünf Bundesländern teurer, in vier billiger.

Geschäftslokal-Mieten wurden fast durchgehend günstiger
In sieben Bundesländern gingen die Preise zurück, darunter in Wien um 3,7 Prozent, am stärksten in Niederösterreich um 8,7 Prozent, im Burgenland um 5,8 und in Vorarlberg um 5,1 Prozent. Leichte Anstiege gab es nur in Salzburg mit 2,3 Prozent und in Kärnten mit 0,9 Prozent.

Bei neu errichteten Eigentumswohnungen wurde der stärkste Preisanstieg mit 6,7 Prozent in Graz verzeichnet. Rückgänge gab es lediglich in St. Pölten mit 3,3 Prozent und in Linz mit 0,3 Prozent.
(apa/red)

29.6.2004 11:48