Mittwoch, 21. Februar 2007

Josef Pöckl, der "Falstaff-Winzer des Jahres 2004" ist unser "Winzer der Woche"

  • Rotwein-Cuvées machten international Furore
  • Flash-Interview: 2003er wird sehr hoch eingeschätzt

Wenn die Namen "Rosso e Nero", "Admiral" oder "Mystiuqe" fallen, schlägt das Herz jedes Rotweinliebhabers höher. Dabei handelt es sich um die Spitzen-Cuvées von Josef Pöckl, für die man sich zum Teil schon Jahre vorher anmelden muss, um welche zu bekommen. Generell hat sich Pöckl auf Rotwein-Cuvées spezialisiert, wobei gebietstypische mit internationalen Sorten harmonisch verkuppelt werden.

Josef Pöckl bewirtschaftet im burgenländischen Seewinkel rund 20 Hektar Rebfläche. In einem intensiven Dialog mit der Natur, den klimatischen Bedingungen und den Bodenverhältnissen, ist es erklärtes Ziel, individuelle, charaktervolle Weine zu vinifizieren. Sie sollen die Besonderheiten des Terroirs widerspiegeln und den Vorstellungen von perfektem Wein möglichst nahe kommen.

Auszeichnungen gehamstert
Das akribische Verfolgen von höchster Qualitätsvorstellungen schlug sich bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen zu Buche. Exemplarisch seien hier nur "Winzer des Jahres 2004", drei Mal bestes Rotweingut Österreichs in der NEWS-Bewertgung und mehrere Falstaff-Siegerweine.

Wie der Vater so der Sohn
Der Spross des Hauses - René Pöckl - zeigte mit seiner Rotwein-Kreation "Rêve de jeunesse", dass die Traube nicht weit vom Stock fällt: Der junge Kellermeister machte mit diesem Cuvée bereits über die Grenzen hinweg Furore und räumte ab, was es abzuräumen gab. Unter anderem hat Falstaff den Rêve zum Rotwein des Jahres 1999 und 2001 gekürt.

Flashinterview mit Josef Pöckl:

NEWS-Networld: Inwieweit hat der Titel "Winzer des Jahres" Einfluss auf Ihre Arbeit gehabt?

Josef Pöckl: Bis jetzt hat der Titel "Winzer des Jahres" keinen Einfluss auf meine Arbeit gehabt, da wir jedes Jahr versuchen das Beste zu machen, unabhängig von Titeln und Preisverleihungen. Obwohl wir uns schon sehr feuen wenn wir bei einer Verkostung gewinnen oder wie jetzt zum Winzer des Jahres gekürt werden. Ich sehe es als Bestätigung von kontinuierlicher Arbeit.

NEWS-Networld: Wie beurteilen Sie den Jahrgang 2003 und wann werden Ihre ersten Rotweine abgefüllt?

Josef Pöckl: Den Jahrgang 2003 schätze ich sehr hoch ein, da ja die natürlichen Voraussetztungen -speziell für Rotwein- sehr gut waren. Der Wein ist dicht und voll mit ausgeprägtem Charakter. Wir werden sehen wie er sich weiterentwickelt.
Den ersten 2003er füllen wir in diesen Tagen, doch die Topweine werden erst im August 2005 gefüllt und gehen mit November 2005 in den Verkauf.

NEWS-Networld: Wie schätzen Sie die Zukunft des österreichischen Weinmarktes ein?

Josef Pöckl: Der Weinmarkt in Österreich ist meiner Meinung gesättigt. Ich denke, dass es notwendig ist, neue Märkte zu erschliessen, was sicher nicht leicht ist doch möglich. Gerade im Export ist es notwendig, Weine mit Profil zu machen, dh. terriorgeprägte, gebietstypische, ausdrucksstarke Weine, die nicht austauschbar und verwechselbar sind.

21.2.2007 16:25