Neue Unfallstatistik zeigt: Bikerinnen sind sicher unterwegs als männliche Kollegen!
- Mehr Frauen beim Mitfahren als Selberfahren verletzt
- WOMAN ONLY! Neue ÖAMTC-"Woman-Biking"-Kurse!

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Frau am Bike - Statistisch gesehen ist diese Zielgruppe schwer vernachlässigt: Niemand kann genau sagen, wie viele Frauen in Österreich Motorrad fahren. Daten aus den Bereichen Führerschein-Erwerb, Motorrad-Handel, Konsumverhalten und Freizeit-Forschung ergeben einen aktuellen Frauen-Anteil von 20 bis 25 Prozent. "Auch wenn man von niedrigeren Nutzungsziffern ausgeht, ist eine Gegenüberstellung zu den Unfallzahlen aufschlussreich", weiß ÖAMTC-Kommunikationschefin Elisabeth Pechmann, selbst begeisterte Bikerin, aus den Unfalldaten: "Derzeit sterben und verletzen sich mehr Frauen beim Mitfahren als beim selbst Lenken."
Im Jahr 2003 war unter 103 getöteten Motorrad-Lenkern lediglich eine Frau, und nur 8 Prozent der verletzten Motorrad-Lenker waren weiblich. Bei den Beifahrern und Beifahrerinnen ist das Verhältnis umgekehrt: Ein Mann starb auf dem Sozius-Sitz eines Motorrades, aber fünf als Sozia begleitende Frauen wurden getötet. 57 verletzten Beifahrern stehen 302 verletzte Beifahrerinnen gegenüber.
Frauen nähern sich den Limits respektvoll
Auch die Erfahrungen aus den ÖAMTC-Fahrsicherheitstrainings zeigen Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Frauen trainieren aufmerksamer und ernsthafter, sind besser beim Umsetzen des Gelernten und haben eine höhere Bereitschaft, Hilfestellungen und Anleitungen anzunehmen. Der wichtigste Unterschied aber zeigt sich im Umgang mit den physikalischen und fahrtechnischen Grenzen. Männer gehen gerne über diese Grenzen, um herauszufinden, wo sie tatsächlich liegen. "Frauen dagegen", so Pechmann, "nähern sich den Limits respektvoll und sozusagen von unten an."
Schon 20 Prozent Frauenanteil bei Motorrad-Kursen
In den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren ist der Frauen-Anteil an den Kursteilnehmern in den vergangenen Jahren markant angestiegen, aktuell beträgt er etwa 20 Prozent. Pechmann: "Anliegen des Clubs ist es, das nötige Gewusst-wie und das richtige praktische Training zu vermitteln, damit das Selbstbewusstsein bikender Frauen steigt. Damit sollen sie die zweifellos auch vorhandenen Nachteile des Motorradfahrens ohne Schaden wegstecken können."
Der Club veranstaltet in seinen derzeit acht Fahrsicherheitszentren in ganz Österreich auch Motorrad-Trainings: Warm-up zu Saisonbeginn, Intensiv-Training , Perfektions-Training und High Speed-Training auf der Rennstrecke. Spezielle Kurse für Motorradfahrerinnen laufen derzeit unter dem Titel "Women Biking". Zusammen mit der Arge2Rad finden diese kostenlosen Trainings in mehreren ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren statt.
Verkehrssicherheit für Bikerinnen und Biker insgesamt erhöhen
Die Produktanforderungen von Frauen detaillierter als bisher erheben und besser auf ihre Wünsche eingehen, das ist ein häufig geäußerter Wunsch von Bikerinnen an die Herstellerindustrie. Sie wünschen sich etwa leichtere und niedrigere Fahrzeuge, verstellbare Hebel, höhenverstellbare Sitzbank und nicht zu breiten beziehungsweise langen Vorderbau. Im Zubehör-Bereich ist ebenfalls Verbesserungs-Potenzial vorhanden. "Leichte, praktische und sichere Motorrad-Bekleidung, die zudem auch noch fesch und leistbar ist", fügt Pechmann hinzu. (apa/red)
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