Mittwoch, 30. Juni 2004

NEWS-Umfrage: Mehrheit für 40-Stunden-Woche nach deutschem Vorbild

  • 50% würden lieber länger arbeiten als Job zu verlieren
  • Generelle Rückkehr zur 40-h-Woche lehnen 61% ab

Die neue entflammte Debatte über "Mehr Arbeit für weniger Lohn" spaltet Österreichs Arbeitnehmer in zwei Lager: In einer repräsentativen Umfrage für das Nachrichtenmagazin NEWS zeigt sich eine Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer bereit, ohne Lohnausgleich länger zu arbeiten, wenn der eigene Arbeitsplatz dadurch gerettet werden könnte. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Gallup für NEWS erstellten Studie können sich 50 Prozent der Befragten die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche, so wie dies bei Siemens in Deutschland geschehen ist, vorstellen. Rund 38 Prozent lehnen Mehrarbeit bei gleichem Lohn auch in diesem Fall ab.

Die generelle Einführung der 40-Stunden-Woche bei gleich bleibendem Gehalt stößt hingegen in der NEWS-Umfrage bei 61 Prozent der Arbeitnehmerschaft auf Ablehnung. Nur 30 Prozent der Österreicher sind dafür.

Für die Einführung der 40-Stunden-Woche brechen laut NEWS-Befragung eine Reihe von heimischen Führungskräften wie der Papier-Industrielle Alfred Heinzel und Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl eine Lanze. Noch weiter geht Elektroketten-Inhaber Robert Hartlauer, der im NEWS-Interview die Abschaffung der Lohn-Zuschläge für Arbeitszeiten von 18.30 bis 22.00 Uhr fordert. "Derzeit können wir die abendlichen Rahmenöffnungszeiten nicht voll nützen, weil die Zuschläge die Abend-Arbeitskräfte so verteuern, dass es für uns kein Geschäft wäre", so Hartlauer zu NEWS.

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30.6.2004 12:22