Mittwoch, 30. Juni 2004

US-Anwalt Fagan in NEWS: Klage gegen die Republik Österreich

  • US-Opferanwalt bringt 18-Mrd.-$-Klage in New York ein
  • Demo Donnerstag Mittag vor Unterrichtsministerium

In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS kündigt der bekannte US-Opferanwalt Edward Fagan eine Klage gegen die Republik Österreich wegen NS-Raubkunst an. Im Namen von Holocaust-Opfern wie Hatvány und Rothschild, denen in der NS-Zeit Kunstgegenstände geraubt wurden, klagt Fagan, wie er in NEWS angibt, die Republik Österreich sowie einzelne Ministerien, Museen und das Bundesdenkmalamt auf 18 Milliarden US-Dollar.

Am Donnerstag will Fagan um 12.45 Uhr gemeinsam mit österreichischen Anwaltskollegen und Opfervertretern die Klage publikumswirksam am Wiener Minoritenplatz vor dem für Kunst-Restitution zuständigen Unterrichtsministerium präsentieren und einen Schriftsatz an Ministerin Elisabeth Gehrer übergeben. Eingebracht wird die Klage in New York, so Fagan zu NEWS.

"Es gibt Tausende Bilder und darunter etliche millionenteure Meisterwerke, die von den Nazis geraubt, aber nach 1945 ihren rechtmäßigen Eigentümern vorenthalten wurden", erklärt Fagan im NEWS-Gespräch. Seine Klage basiere auch auf jahrelangen Recherchen privater Ermittler sowie dem Restitutionsbericht der Historikerkommission. Viele Meisterwerke würden heute österreichische Museen schmücken. "Andere Gemälde wie der ‚Berg Sinai‘ von El Greco sind durch das gezielte Zusammenspiel ehemaliger Nazikollaborateure und österreichischer Institutionen verbracht und zu Geld gemacht worden", behauptet der US-Staranwalt im NEWS-Gespräch und kündigt an, dem New Yorker Gericht "eindeutige Beweise" zu liefern.

Die gesamte Story lesen Sie im aktuellen NEWS!

30.6.2004 12:20