FORMAT: Österreichs Top-Manager für längere Arbeitszeit ohne Lohnausgleich!
- FORMAT: Besonders Handel und Baubranche wünschen sich eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten!
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In dem am Freitag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT fordern 25 Top-Manager und Unternehmer Österreichs die von Minister Martin Bartenstein vorgeschlagenen Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich. Wirtschaftsgranden wie Claus Raidl (Böhler-Uddeholm), Karl Büche (Brau Union AG und Heineken), Alfred Heinzel (ÖIAG-Präsident), Hans Haider (Verbund), Siegfried Menz (Ottakringer Brauerei) und Wolfgang Eder (Voest) schließen sich den Forderungen nach einer Arbeitszeitverlängerung an.
Claus Raidl wörtlich: "Dass die Metaller in Deutschland einer 40-Stunden-Woche zustimmen zeigt, dass ein Umdenken stattfindet, das auch in Österreich zu begrüßen wäre." Karl Büche möchte "die Normalarbeitszeit bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit von acht auf zehn Stunden täglich erhöhen" und auch Alfred Heinzel kann der Idee viel abgewinnen:"Eine gesetzliche Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38 auf beispielsweise 42 Stunden würde sogar in der Papierindustrie viel bringen." Wolfgang Eder hält sanfte Anpassungen an Arbeitszeitverlängerungen für die sinnvollste Lösung: "Die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche sollte über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen."
Manfred Reichl vom Beratungsunternehmen Roland Berger ist sich sicher, dass "wir uns daran gewöhnen müssen, in Zukunft wieder 45 Stunden in der Woche zu arbeiten."
Manfred J. Kunze von der Grossnigg-Gruppe praktiziert beim Büromöbelhersteller Neudörfler bereits die 41,5-Stunden-Woche. Seine Arbeitnehmer arbeiten schon jetzt drei Stunden pro Woche unbezahlt. Kunze: "Die Mitarbeiter geben das, wovon Sie im Überfluß haben: Freizeit."
Im Handel, der Baubranche und im Produktionsbereich können sich Manager wie Monika Kircher-Kohl (Infineon), Johannes Ditz (Estag) und Horst Pöchhacker (Porr AG) eher eine Flexibilisierung der Arbeitszeit vorstellen. So hält Horst Pöchhacker Arbeitszeitverlängerungen nur für "einen kleinen Aspekt der Situation." Eine größere Flexibilisierung wäre ihm lieber.
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