Erstmals seit vier Jahren: US-Notenbank hebt die Leitzinsen auf 1,25 Prozent an
- Steigerung um 0,25 Punkte auf 1,25 Prozent
- Wall-Street reagiert gleich mit Kurgewinnen
Erstmals seit vier Jahren hat die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen angehoben. Weitere Erhöhungen stehen noch bevor. Die Wall Street hat sofort mit Kursgewinnen reagiert.
Der maßgebliche Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld leihen können, steigt um 0,25 Punkte auf 1,25 Prozent, wie die Zentralbank nach einer zweittägigen Sitzung des Offenmarktausschusses am Mittwoch in Washington mitteilte.
Die Währungshüter der US-Notenbank signalisierten zugleich, dass weitere Zinserhöhungen bevorstehen. Allerdings könne die Fed dabei wohl weiterhin mit "maßvollem Tempo" vorgehen. Sollten sich die Wirtschaftsaussichten aber ändern, werde die Fed darauf angemessen reagieren. Die zuletzt erhöhte Inflation erscheine derzeit als vorübergehend.
Mit der Zinserhöhung verteuert sich die Kreditaufnahme in der größten Volkswirtschaft der Welt. Dies könnte sich im Jahr der Präsidentenwahlen in den USA hemmend auf das Wirtschaftswachstum auswirken.
Wall-Street reagiert mit Gewinnen
Die New Yorker Börse hat auf die Anhebung positiv reagiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann bis zum New Yorker Nachmittagshandel 0,1 Prozent auf rund 10.423 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,21 Prozent auf etwa 1138 Zähler zu. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,33 Prozent auf rund 2041 Punkte vor.
Keine nennenswerte Reaktion auf den Beschluss der Notenbank zeigte der Dollar im Verhältnis zum Euro. Der Euro lag weiter bei rund 1,2180 Dollar.
(apa/red)
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