Mittwoch, 30. Juni 2004

Wiener Börse im Aufwärtstrend: Im ersten Halbjahr Zuwachs von 30 Prozent

  • ATX nach Rekordjagd knapp unter der 2.000 Punkte-Marke
  • Von 20 Aktienwerten stiegen 18 zweistellig

Mit einem satten zweistelligen Kursplus hat die Wiener Börse das erste Halbjahr 2004 abgeschlossen. Die Krise im Nahen Osten, Terrorängste und der Höhenflug des Ölpreises sorgten auf dem internationalen Parkett zwar immer wieder für Turbulenzen. Dennoch zeigte sich der ATX bis Ende Juni in Top-Form und markierte dabei - zielstrebig auf die magische Marke von 2.000 Punkten gerichtet - ein Rekordhoch nach dem anderen: Gegenüber dem Schlussstand des Vorjahres sprang der Index der 20 wichtigsten heimischen Aktien in einem über weite Strecken freundlichen Umfeld um gut 450 Zähler oder 29,1 Prozent auf 1.995,27 Punkte

Wien war damit eine der besten Börsen der westlichen Welt. Seit Herbst 2002 werden die Anleger nun schon mit steigenden Kursen verwöhnt. Analysten sind sich einig, dass der ATX in Fahrt bleibt und auch in der zweiten Jahreshälfte zulegen wird. Dank der soliden Gewinndynamik der ATX-Unternehmen und der anhaltenden Osteuropa-Fantasie sollte Wiens wichtigstes Börsenbarometer bis Jahresende 2004 auf 2.050 Punkte (Erste Bank) beziehungsweise 2.090 Punkte (BA-CA) klettern.

Am besten ließ sich in Wien im ersten Halbjahr mit VA Tech (plus 80,5 Prozent) und AUA (plus 85,6 Prozent) verdienen. Die Verbund-Aktie gehörte mit 57,7 Prozent Kurssteigerung neben BWT (plus 45,0 Prozent) und betandwin (plus 41,2 Prozent) ebenfalls zu den fünf stärksten ATX-Werten. Von den insgesamt 20 Titeln schafften gleich 18 Wertzuwächse im zweistelligen Prozent-Bereich, Einbußen gab es bei keinem Wert, vergleichsweise bescheiden fielen die Kurssteigerungen jedoch bei Andritz (plus 6,7 Prozent) und Generali Holding Vienna (plus 1,92 Prozent) aus.

(apa/red)

30.6.2004 14:12