Stromversorgung gekappt: Streikende nehmen Teile Bordeaux' vom Netz
- Protest der Gewerkschaften gegen Liberalisierungen
- Unter anderem Flughafen, Industriebetriebe betroffen
Wenige Stunden vor der Parlamentsabstimmung über die Teilprivatisierung des staatlichen Energiekonzerns EdF haben die französischen Gewerkschaften am Dienstag ihre Protestaktionen gegen die geplante Liberalisierung fortgesetzt. EdF-Mitarbeiter kappten am Morgen die Stromversorgung für den Flughafen Bordeaux-Mérignac und mehrere Fabriken. Auch Werke von Dassault Aviation blieben ohne Strom.
Die kommunistisch gelenkte stärkste Gewerkschaft CGT rief die Beschäftigten zu einer Mobilisierung auf, die der "historischen Bedeutung" der geplanten EdF-Reform entspreche. Die bürgerlich-konservative Regierung von Premierminister Jean-Pierre Raffarin will den Stromkonzern in eine Aktiengesellschaft umwandeln und damit für eine Kapitalöffnung vorbereiten. Ihr Erfolg bei der Abstimmung in der Nationalversammlung in Paris am Nachmittag gilt als sicher. Die Gewerkschaften fürchten eine Destabilisierung des öffentlichen Dienstes, wenn Privatkapital über die Stromwirtschaft mitbestimmt.
(apa)
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