Ölpreise sinken weiter: Machtübergabe im Irak wirkt sich positiv auf Märkte aus
- Stabilisierung der Öllieferungen erwartet
·Der Irak ist wieder ein souveräner Staat
Neue Regierung sagt dem Terror den Kampf an
·Energie im Mai um acht Prozent teurer!
Teures Benzin und Erdöl sind die Preistreiber
Einen Tag nach der vorzeitigen Machtübergabe in Irak sind die Ölpreise am Dienstag weiter gesunken. In Singapur wurden für Augustlieferungen der Sorte Light Sweet Crude am Nachmittag (Ortszeit) 35,97 Dollar (29,46 Euro) pro Barrel (159 Liter) gezahlt. Dies waren 27 Cent weniger als am Montag in New York. Öl war damit so billig wie seit zwei Monaten nicht mehr.
Händler äußerten die Hoffnung, dass die Machtübergabe die Öllieferungen aus Irak stabilisieren werde. Dort konnte am Montag nach der Reparatur von Ölanlagen in Südirak, die durch Sabotageakten zerstört worden waren, wieder ein Teil der Förderung aufgenommen werden. Allerdings gingen viele Marktteilnehmer davon aus, dass auch in Zukunft mit Anschlägen und Gewalt zu rechnen sei. Irak verfügt über die zweitgrößten Ölreserven der Welt.
Am Montag waren die Ölpreise bereits deutlich gefallen. In New York schloss die Sorte Light Sweet Crude mit 36,24 Dollar 1,31 Dollar unter dem Schlussstand vom Freitag. In London verbilligte sich die Nordseesorte Sorte Brent um 1,27 Dollar auf 33,70 Dollar. Dazu beigetragen hatten neben der Lage in Irak auch der Ende vergangener Woche abgewendete Streik der Ölarbeiter in Norwegen, wo durch den Arbeitskampf zunächst ein Ausfuhrstopp im drittgrößten Ölexportland der Welt drohte.
(apa)
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