Keine Tulpen aus Holland: Russland verhängt Importverbot für Schnitt-Blumen
- Russland fürchtet den Blumen-Schädling Thrips
- In der EU wird es kein Einfuhr-Verbot geben.
In Russland werden Blumen in nächster Zeit bald Mangelware werden. Derzeit werden drei Viertel es russischen Marktes mit holländischen Topf- und Schnittblumen versorgt. Jetzt wurde ein Import-Verbot verhängt, da man die Ausbreitung des Pflanzenschädlings Thrips befürchtet. Das Jahresvolumen beim Blumenmarkt beträgt 825 Millionen Euro.
In der Vorwoche hatte nach Angaben aus Moskau eine niederländische Firma mit Thrips verseuchte Topflumen nach Russland exportiert. Die gesamte Partie habe nach einer Kontrolle vernichtet werden müssen. "Das Verbot gilt, bis die niederländischen Behörden entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben", sagte Dankwert.
Im EU-Binnenmarkt sei Thrips weit verbreitet, sagte Elisabeth Jägersberger, Leiterin der Pflanzenschutzstelle in der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Wien. Ein Einfuhrverbot gebe es in der EU nicht.
Bei Thrips handelt es sich um etwa einen Millimeter kleine mottenähnliche Insekten, die sich in Knospen oder zwischen den Blättern verstecken. Die Tiere und ihre Larven befallen etwa 200 Arten von Zimmerpflanzen und richten laut Jägersberger sichtbare Schäden an. "Sie saugen die Zellen aus."(apa/red)
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