Baukonzern Porr expandiert in Ungarn: Pöchhacker will unter die Top Five
- Bei einem Autobahnprojekt handelt es sich Investitionssumme von bis zu 400 Millionen Euro
Die EU-Erweiterung eröffnet dem österreichischen Baukonzern Porr ein weites Betätigungsfeld. Jetzt will Porr sein Engagement in Ungarn verstärken, so Porr-Generaldirektor Horst Pöchhacker. Aktuell geht es um den Bau eines 60 km langen Abschnitts der ungarischen Südautobahn M6, wo sich die Porr auf der Shortlist befindet. Auch beim Bau der U-Bahn-Linie 4 in Budapest und der Errichtung einer Kläranlage im Stadtteil Csepel will die Porr mitmischen.
Porr-Chef Pöchhacker nannte den Beitritt Ungarns zur EU und das "engagierte" Bauprogramm in den Bereichen Straßeninfrastruktur und Umweltschutz als Gründe für die geplante Expansion des Unternehmens in Ungarn, das seit 135 Jahren auf dem ungarischen Markt präsent sei.
Ungarn sei ein Land, wo die "fairsten und rechtssichersten Rahmenbdingungen für Investoren gegeben sind", so Pöchhacker. Die Porr AG, die Anfang der 80-er Jahre in Budapest das Hotel Intercontinental und das Atrium Hyatt gebaut hat und danach im Bürohaus-Bau engagiert war, wolle nun "aufbauend auf den langjährigen Wurzeln wieder expandieren". Pöchhacker verwies auf die guten Kooperationschancen mit "örtlichen Partnern". Das Engagement von Porr in Ungarn solle keine "Einbahnstraße" sein, sondern man wolle mit den ungarischen Partnern sowohl in Österreich als auch auf Drittmärkten gemeinsam auftreten.
Der stellvertretende Aufsichsratschef der Porr Technobau und Umwelt AG, Wolfgang Hesoun, verwies auf die Erfahrungen seines Unternehmens im Tunnel- und Tiefbau, die beim Bau der Budapester U-Bahn-Linie 4 genutzt werden könnten. Auch beim Bau der Kläranlage in Wien habe man Erfahrungen sammeln können, die man jetzt in Budapest nutzen könne. Im Hochbau arbeitet Porr derzeit an drei Bürohausprojekten in Ungarn. Beim Autobahnprojekt M6 handle es sich um eine Investitionsumme von 350 bis 400 Mio. Euro.
Derzeit ist der Porr-Konzern neben Österreich auch in Deutschland, der Schweiz, Polen, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Italien und Frankreich tätig und will seinen Auslandsanteil an der Gesamtleistung in den kommenden Jahren von derzeit 30 auf 50 Prozent erhöhen. Einen wesentlichen Anteil daran soll das Ungarn-Geschäft ausmachen, wo Porr in den kommenden fünf Jahren zu den Top Five der Branche zählen will. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.
Haustiere der Promis08:11
Stars und ihre HundeGeorge Clooney, Reese Witherspoon und Co. zeigen sich mit den süßen Vierbeinern

