Neue junge Welle: Teenager Golovin
und Scharapowa sorgen für Furore
- Scharapowas Weg führte von Sibirien nach Wimbledon
- Hübsche Russin zeigt sich in bestechender Form
·Herren: Ergebnisse aus Wimbledon
Von der ersten Runde bis zum großen Finale
·Damen: Ergebnisse aus Wimbledon
Von der ersten Runde bis zum großen Finale
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Die Eine ist erst 16 und musste sich nur der Nummer eins der Welt, Serena Williams, geschlagen geben, die andere ist 17 und steht schon in der Runde der letzten Vier. Beide sind in Russland geboren, doch nur Maria Scharapowa spielt für ihr Geburtsland. Tatiana Golovin tritt für Frankreich an und hatte heuer bei den Australian Open schon das Achtelfinale erreicht. Der Name Scharapowa ist bereits wesentlich bekannter, das in Sibirien geborene Tennis-Pin-Up wird in Wimbledon schon zu den Favoriten gezählt.
Vor zwei Wochen hatte es in Birmingham ein Teenager-Finale der Beiden gegeben, Scharapowa besiegte Golovin in deren ersten Finale auf der Tour mit 4:6,6:2,6:1.Während die Russin über ihren dritten WTA-Tour-Titel jubeln durfte, muss die Wahl-Französin mit Geburtsort Moskau darauf noch warten. Aber sie hat Scharapowa etwas voraus, denn sie holte in Paris an der Seite von Richard Gasquet (FRA) im Mixed ihren ersten Grand-Slam-Titel.
"Sie hat wirklich gut gespielt, ich habe sie bei den French Open spielen gesehen", zollte Serena Williams ihrer Konkurrentin im Vorfeld ihres Duells Respekt. Golovin freute sich auf das Kräftemessen mit der Titelverteidigerin. "Ich bin sehr aufgeregt, dass ich hier schon in der vierten Runde stehe und nun gegen Serena spiele", meinte Golovin, die damit ihren Platz in den Top 50 endgültig gesichert hat. Es war ihr zweites Duell mit einer Top-Ten-Spielerin.
Für Scharapowa scheint der endgültige Durchbruch an die Spitze unmittelbar bevor zu stehen. Jedenfalls präsentierte sich die hübsche Russin in bestechender Form und spazierte ohne Satzverlust ins Viertelfinale. Auch gegen Ai Sugiyama hatte sie gute Chancen, ihr winkte ein Halbfinal-Duell mit Lindsay Davenport.
Russen-Wunder auf dem Weg zur Nummer 1
Scharapowa hatte vor einem Jahr erstmals so richtig auf sich aufmerksam gemacht, als sie eine Wild Card genützt und bis ins Achtelfinale vorgestoßen war. Vor einem Monat erstmals im Viertelfinale eines Major-Turniers scheint Scharapowa bereit für den nächsten Schritt. Trainer-Guru Nick Bollettieri, der Maria im Alter von sieben Jahren in seiner Tennis-Akademie in Florida aufgenommen hatte, ist vom baldigen Durchmarsch der Russin überzeugt. "Sie ist auf ihrer Mission, zur Nummer eins der Welt zu werden. Und sie wird sich durch nichts davon abhalten lassen", so Bollettieri der u.a. Grand-Slam-Champions wie Andre Agassi oder Monica Seles groß gemacht hat.
Die derzeit noch Weltranglisten-15. sieht es locker. "Natürlich möchte ich Wimbledon gewinnen, das war immer mein Traum", sagte Scharapowa, die ihren Eltern für immer dankbar für die Opfer sein wird, die diese aufgebracht haben, um sie von Sibirien in Bollettieris Akademie zu bringen. "Ich habe keinen Druck. Wer hat schon die Möglichkeit im Leben wie und das mit so einem jungen Alter? Ich bin 17, was habe ich auf dieser Welt zu verlieren?" (apa/red)










