Ex-Real-Madrid-Präsident Lorenzo Sanz: Verpflichtung von Beckham war "absurd"
- Bild Beckhams in Ausstellung total beschmiert
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Zwei Elfer verschossen, mit England im Viertelfinale ausgeschieden. David Beckham kommt nicht zur Ruhe. Jetzt meckert Ex-Real-Boss Sanz, die Entscheidung Beckham zu kaufen und dafür Makelele zu verkaufen sei "absurd" gewesen. In London wurde unterdessen sein Portätfoto in einer FIFA-Ausstellung beschmiert.
Der frühere Real-Madrid-Präsident Lorenzo Sanz hat die Verpflichtung des englischen Fußball-Teamkapitäns David Beckham als "absurd" bezeichnet. Sanz kritisiert damit seinen Nachfolger Florentino Perez - das Duo kämpft am 11. Juli gemeinsam mit dem Geschäftsmann Arturo Baldasano um das Präsidentenamt bei den "Königlichen". "Die Entscheidung, David Beckham zu kaufen und Claude Makelele zu verkaufen, war absurd", meinte Sanz, der die falsche Einkaufspolitik der Klubspitze für die sportlichen Misserfolge der Madrilenen verantwortlich macht.
"Real ist ein unausgewogenes Team mit großen Spielern, deren Gehälter kaum zu bezahlen sind. Die Mannschaft wurde mehr als marketingtechnischer als aus sportlicher Sicht zusammengekauft", erklärte Sanz, der sich vor vier Jahren in der Präsidentschaftswahl Perez geschlagen geben musste. Real hat in der vergangenen Saison erstmals seit fünf Jahren keinen einzigen Titel geholt. "Wir müssen wieder mit beiden Füßen auf dem Boden stehen und ein Team bilden, das die Meisterschaft holen kann", so Sanz weiter.
Auch in seiner Heimat England bläst Beckham, der bei der EM zwei Elfmeter verschossen hat, ein rauer Wind entgegen. Unbekannte haben in einer FIFA-Ausstellung mit Bildern der größten lebenden Fußballer in London ein Porträtfoto von "Becks" mit den Worten "Ihr Verlierer" beschmiert. "Das Foto war nicht mehr zu retten", sagte David Grob, Kurator der Wanderausstellung, die zur Zeit in der Royal Academy of Arts im Zentrum Londons zu sehen ist. Die Ausstellung wurde zum 100-jährigen Bestehen des Internationalen Fußballverbandes FIFA organisiert.
Das Beckham-Foto, das der namhafte skandinavische Porträtfotograf Mark Hom gemacht hatte, zeigt den Teamspieler mit einem Fußball in einem Hotelflur. Der Verkaufswert des Porträts liegt bei umgerechnet 11.250 Euro. Die Royal Academy hatte 10 Kopien des Kunstwerks in Originalgröße verkauft und 30 weitere in kleineren Formaten. "Das Bild war unser Verkaufsschlager", so Grob. "Wir hatten gehofft, die Akademie würde die Besucher zu gutem Benehmen anhalten. Man erwartet ja nicht, dass sich die Leute wie Fußball-Hooligans benehmen."
(apa/red)
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