"Das war's": Oranjes spielen wohl ohne verletzten Frank de Boer gegen Portugal
- Coach Advocaat: "Er hat noch sehr große Schmerzen"
- Rekord-Teamspieler lässt Karriere in Katar ausklingen
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Für Frank de Boer, der seine Länderspiel-Karriere und sein viertes großen Fußball-Turnier mit dem ersten Titelgewinn beendet will, ist die EM-Endrunde wohl schon vor dem Halbfinale in Lissabon gegen Hausherr Portugal vorbei. "Ich fürchte, das war's", sagt der 34-jährige Oranje-Kapitän in Albufeira, bevor er praktisch ohne Hoffnung zur abschließenden Untersuchung seines verletzten Knöchels in Spital fuhr.
Auch der niederländische Teamchef Dick Advocaat hat den Innenverteidiger, der sich im Viertelfinale in der 35. Spielminute bei einem Foul an dem Schweden Fredrik Ljungberg selbst verletzt hatte, zumindest für das Halbfinale abgeschrieben. "Es wird sehr schwer für ihn zu spielen. Er hat noch sehr große Schmerzen", sagte der Bondscoach.
Das 112. Länderspiel gegen die Skandinavier dürfte für Rekord-Teamspieler auch das letzte gewesen sein. Denn nach dem Turnier tritt er zurück und lässt seine Karriere für ein letztes Millionen-Gehalt in Katar ausklingen. "Es fühlt sich an, als ob ein Knochen abgesplittert oder ein Band gerissen ist", beschrieb er die Verletzung. Abreisen ist für ihn aber kein Thema. "Selbstverständlich bleibe ich hier. Ich werde versuchen, den anderen Spielern zu helfen. Ich denke, dass wird meine Rolle sein", erklärte er.
Vor Portugal hatte dem Kapitän eine EM auf der Ersatzbank gedroht, auch wenn er sich wehrte. "Ich bin als Spieler und nicht als Tourist hierher gefahren", beklagte er seine Reservistenrolle. Erst eine Verletzung von Wilfred Bouma verhalf ihm gegen Lettland zurück ins Team - doch gegen Schweden "foulte" er sich selbst wieder raus. Nun kann de Boer nur hoffen, dass seine Kollegen ohne ihn den Siegerpokal holen, den er dann wohl trotzdem am kommenden Sonntag in Lissabon in Empfang nehmen dürfte. (apa/red)
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