Sonntag, 4. Juli 2004

Klage gegen Indy-Ärzte: Möglicherweise 1 Million Euro für Ralf Schumacher

  • Juristische Schritte wegen nicht diagnostizierter Brüche

BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher könnte nach seinem Unfall in Indianapolis ein stattliches Schmerzensgeld in der Höhe von maximal 1,25 Millionen Dollar (1,029 Mill. Euro) bekommen. Der Deutsche klagt die Ärzte von Indianapolis wegen der nicht diagnostizierten Brüche zweier Brustwirbel juristische Schritte geplant. Bekommt er Recht, klingelt die Kasse.

"Ein deutscher Anwalt arbeitet daran. Wir brauchen noch verschiedene Unterlagen, unter anderem ärztliche Gutachten", meinte Weber in Magny-Cours. "Wenn wir Versäumnisse bei Ralfs medizinischer Behandlung im Methodist Hospital entdecken, klagen wir." Der Wahl-Salzburger muss sich jedoch auf einen langen Prozess einstellen. "Ich schätze fünf Jahre", sagte die Rechtsanwältin Laura Crowley aus Indianapolis, die auf Klagen wegen medizinischer Fehlleistungen spezialisiert ist. Dem Schumacher-Lager bleiben zwei Jahre vom Unfalldatum 20. Juni an gerechnet, um Klage einzureichen.

Nach den Gesetzen des Bundesstaates Indiana hängt die Höhe einer möglichen Entschädigung davon ab, ob der Arzt versichert ist. Für versicherte Mediziner gelten 1,25 Millionen Dollar als maximal zu zahlende Summe, für unversicherte gibt es keine Obergrenze. "Diese Ärzte sind versichert", teilte Weber mit. (apa/red)

4.7.2004 12:22
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