Ralf Schumachers neues Team steht fest: Wechsel zu Toyota gilt als sicher
- Manager Weber: "Alles ist in trockenen Tüchern"
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Ralf Schumachers künftiges Formel-1-Team steht fest, aber sein Manager Willi Weber will den Namen vorerst nicht bekannt geben. "Alles ist in trockenen Tüchern", sagte Weber am Samstag in Magny-Cours. "Mit Ralf ist für die nächsten Jahre alles perfekt." Es gilt als sicher, dass der Deutsche von Williams-BMW zu Toyota wechselt. Weber rechnet damit, dass sein in Indianapolis schwer verunglückter Schützling im günstigsten Fall schon Mitte August beim Großen Preis von Ungarn sein Comeback feiern kann.
"Man muss sich um Ralfs Zukunft keine Gedanken machen", erklärte Weber. Der Unfall vor zwei Wochen habe keinerlei Auswirkungen auf die Verhandlungen gehabt. Dies bedeutet, dass der Vertrag bereits abgeschlossen ist. Vor dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone in der kommenden Woche wird Weber verkünden, für welchen Rennstall Ralf Schumacher 2005 und in den Folgejahren antreten wird. "Es ist ein langfristiger Vertrag", sagte der gewiefte Geschäftsmann aus Stuttgart.
In der Formel 1 gilt es längst als offenes Geheimnis, dass der jüngere Bruder des sechsfachen Weltmeisters Michael Schumacher Williams-BMW nach fünf Jahren verlässt und zu Toyota wechselt. Sein Kontrakt mit den Briten läuft nach dieser Saison aus. Bei dem in Köln ansässigen japanischen Team soll der 29-jährige Salzburger angeblich 50 Millionen Euro für einen Drei-Jahres-Abkommen erhalten. In Magny-Cours sickerte durch, dass Toyota in Silverstone einen Fahrer für 2005 bekannt geben wolle. Schumachers aktueller Teamchef Frank Williams hatte dagegen erklärt: "Wir geben unsere Fahrer erst gegen Saisonende bekannt." Dies spricht ebenfalls für einen Wechsel Schumachers.
Schumacher könnte übrigens schneller auf die Rennstrecke zurückkehren als bisher angenommen. "Ich persönlich rechne mit einem Comeback in Budapest oder Spa", sagte Weber. "Aber die Entscheidung treffen die Ärzte und er." Johannes M. Peil von der Sportklinik in Bad Nauheim ging von acht bis zwölf Wochen Rennpause aus. Der Mediziner hatte bei einer erneuten Untersuchung entdeckt, dass Schumacher sich bei dem Einschlag in die Betonmauer des Hochgeschwindigkeitskurses in Indianapolis auch den elften und zwölften Brustwirbel gebrochen hatte. Die Ärzte in den USA hatten nur eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen im Rückenbereich diagnostiziert.
(apa/red)
