Formel 1 hat ihre Grenzen erreicht: FIA steigt nach Schumi-Unfall auf die Bremse
- Technische Arbeitsgruppe soll die Boliden einbremsen
- Weitere Änderung: 19 WM-Läufe im kommenden Jahr
·F1-Quali-Modus bleibt unangetastet
Weiter Einzelzeitfahren bei den verbleibenden Rennen
·Ecclestone will zweiten USA-GP
Ideen reichen von New York bis Las Vegas
·Endstand in der Formel 1-WM 2004
Endergebnis bei Fahrern und den Konstrukteuren!
·Ihre Meinung: Formel-1-Diskussion
Wird es in der nächsten Saison spannender?
Das Weltmotorsport-Council des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hat am Mittwoch bei seiner Sitzung in Paris beschlossen, dass die Formel-1-Autos eingebremst werden müssen. Die schweren Unfälle von Ralf Schumacher am 20. Juni in Indianapolis und des Brasilianers Felipe Massa am 13. Juni in Montreal haben gezeigt, dass die Königsklasse des Motorsports ihr absolutes Limit erreicht habe, hieß es in einer offiziellen FIA-Aussendung.
Eine Analyse der Rundenzeiten von Imola hat ergeben, dass Michael Schumacher und Co. 1998 im Rennen um fast neun Sekunden langsamer waren als in diesem Jahr. In Melbourne betrug die Differenz mehr als 7,5 Sekunden, auf dem Stadtkurs in Monaco mehr als 8,5 Sekunden! Aus diesem Grund wurde die Technische Arbeitsgruppe der Formel 1 damit beauftragt, Maßnahmen zu entwickeln, um die Leistung der Boliden zu reduzieren. Spätestens im Oktober soll die diesbezügliche Reglementänderung bekannt gegeben werden, damit sie ab 2005 in Kraft treten kann.
Außerdem teilte die FIA mit, dass für das kommende Jahr 19 Termine für die Formel 1 vorgesehen sind. Damit wird die Rekordsaison 2004 - heuer stehen erstmals 18 WM-Läufe auf dem Programm - bereits in der nächsten Saison übertroffen werden.
(apa)
