Montag, 28. Juni 2004

Neue Formel-1-Gerüchte: Kauft Red Bull Jaguar und holt Berger als Rennleiter?

  • Mateschitz will sein "All American Team" realisieren
  • Spekulation um neue Fahrer gefährden Kliens Cockpit

Im Vorjahr hatte Dietrich Mateschitz Christian Klien den Steigbügel in die Formel 1 gehalten, jetzt könnte der umtriebige Red-Bull-Boss bald sein eigenes Team haben und Jaguar kaufen. Der Getränkekonzern gibt sich aber noch zurückhaltend und dementiert die Gerüchte.

Laut "Kleine Zeitung" wird Red Bull dem Mutterkonzern Ford den Formel-1-Rennstall, der in der laufenden WM-Saison mit nur drei Punkten in der Konstrukteurs-Wertung mager da steht, abkaufen. Red-Bull-Chef Mateschitz wird mit Jaguar seinen Plan eines "All American Teams" (mit amerikanischem Motor, Chassis und Fahrer) umsetzen. Zugleich soll Gerhard Berger, den in den vergangenen Wochen auch schon mit McLaren und Ferrari in Zusammenhang gebracht wurde, ab der Saison 2005 das Team, dessen Name noch offen ist, als Rennleiter lenken.

Einer der beiden Piloten soll aus dem "Drivers Search", dem Programm, mit dem Red Bull in Amerika junge Piloten sucht, kommen. Im Gespräch ist Scott Speed, der 21-Jährige ist derzeit im Formel-Renault-Cup engagiert. Auf Klien könnten schwere Zeiten zukommen, denn für das europäische Cockpit wird Formel-3000-Pilot Vitantonio Liuzzi aus Italien ins Spiel gebracht, der ebenfalls von Red Bull gesponsert wird.

Von Seiten Red Bulls werden die Gerüchte dementiert: "Wir haben Jaguar nicht gekauft, geschweige denn wird Berger Rennleiter. An unserer Vision eines All-American-Formula-One-Teams arbeiten wir hart wie eh und je", erklärte Kommunikations-Chef Stefan Hindegger. (apa/red)

28.6.2004 20:20
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