Montag, 28. Juni 2004

Freude im F1-Zirkus: Schumachers Halbzeitbilanz "positiver als gedacht"

  • Dominator warnt: "In der Formel 1 kann alles passieren"
  • Schwächelnde Konkurrenz trägt zur Überlegenheit bei

Nach neun von 18 Saison-Rennen hat Weltmeister Michael Schumacher eine Halbzeitbilanz gezogen. "Die fällt positiver als jemals gedacht aus. Nie im Traum hätte ich mit einem solchen Saisonverlauf gerechnet", meinte der Deutsche auf seiner Homepage. Vor dem GP von Frankreich am Wochenende in Magny-Cours führt der sechsfache Weltmeister, der acht der bisher neun Rennen gewonnen hat, mit 80 Punkten vor seinem Ferrari-Stallkollegen Rubens Barrichello (BRA/62) und BAR-Honda-Pilot Jenson Button (GBR/44).

"Ich hatte auf heftigen Gegenwind und eine sehr enge Saison gesetzt", erklärte "Schumi", der von einem Bluff bei der Präsentation des F2004 vor Saisonbeginn in Maranello nichts wissen will. "Wir sind wirklich davon ausgegangen, dass das eine hart umkämpfte Titelverteidigung werden würde. Wir hatten die Daten und die Eindrücke von den Wintertests als Basis, und nichts sprach in diesen Tagen dafür, dass Ferrari eine solche Saison hinlegen könnte."

Auch die schwächelnde Konkurrenz trägt zur haushohen Überlegenheit der Ferraris bei. "Dass es bis zum heutigen Tag so eindeutig aussieht, das haben wir zum Teil auch unseren Konkurrenten zu verdanken. In manchen Rennen wurden wir begünstigt durch Situationen, die wir nicht selbst beeinflusst hatten. Auch deshalb stehen wir momentan so gut da."

Trotz des beruhigenden Vorsprungs warnt Schumacher vor Überheblichkeit. "Es sieht vielleicht auf den ersten Blick gut aus, aber in der Formel 1 kann alles passieren. Wir haben noch neun Rennen vor uns, da ist noch lange nichts entschieden." Der 35-Jährige rechnet damit, dass weiterhin BAR-Honda der Hauptkonkurrent sein wird: "Ich gehe davon aus, dass BAR-Honda der gefährlichste Gegner bleibt, denn sie sehen auf allen Kurs-Typen gut aus. Ich denke allerdings auch, dass man vor allem Renault und auch BMW-Williams nicht unterschätzen darf." Abwarten müsse man, was McLaren-Mercedes mit dem neuen Auto gelingen wird. (apa/red)

28.6.2004 14:34
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