Nach EM-Schlappe: Italien will ab 2006 Zahl der Ausländer halbieren
- Ab 2006 nehr Förderung für heimische Talente
- Klubs dürfen maximal 50 Prozent Ausländer haben
Nach dem frühen EM-Abschied in der Vorrunde sucht der italienischen Fußball einen Ausweg aus der Krise. Das Nationale Olympische Komitee CONI will ab 2006 die Zahl der ausländischen Spieler, die bei Fußball-, Basket- oder Volleyball-Klubs unter Vertrag stehen, halbieren.
In zwei Jahren soll die Zahl der Ausländer pro Klub maximal 50 Prozent betragen. Bei den "Nicht-Italienern" soll kein Unterschied zwischen Europäern und Personen aus anderen Kontinenten gemacht werden. Mit den neuen Vorschriften will Italien mehr Raum für Nachwuchs-Talente schaffen, die wegen der hohen Zahl von Ausländern wenig Aufstiegsmöglichkeiten haben.
Italiens Fußball-Verbandschef Franco Carraro hat bereits Zustimmung zu diesen Plänen signalisiert. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der ausländischen Kicker in Italien verdoppelt. Die neuen Maßnahmen könnten aber heftige Reaktionen der Vereine nach sich ziehen. "Das würde eine Verkaufswelle auslösen. Viele Klubs könnten gezwungen werden, sich von ihren Spielern vorzeitig zu trennen", kommentierten Experten.
(apa)
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